04.04.2019 18:59

Wigoltingen TGEltern sollen Messer ihrer Kinder entsorgen

Der Schulleiter der Sekundarschule Wigoltingen TG versandte einen Brief an die Eltern, der zahlreiche Vergehen von Schülern auflistet.

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Cybermobbing und andere Vergehen wurden im Elternbrief angekreidet. (Symbolbild)

Cybermobbing und andere Vergehen wurden im Elternbrief angekreidet. (Symbolbild)

Keystone
Die Schule informierte die Eltern am 13. Dezember mit einem Brief

Die Schule informierte die Eltern am 13. Dezember mit einem Brief

zvg

Es sei ein «unschönes Weihnachtsgeschenk» gewesen, das Schulleiter Mirko Spada den Eltern der Wigoltinger Oberstufenschüler gemacht habe, schreibt die «Thurgauer Zeitung» am Donnerstag. Der Artikel stützt sich auf einen zweiseitigen Brief, in welchem von Cybermobbing, Drogen und Butterfly-Messern die Rede ist.

Der Brief stammt vom 13. Dezember 2018, wurde aber erst jetzt publik. 20 Minuten liegt das Schreiben vor. Wie es darin heisst, wurden mehrere Verweise gegen Schüler ausgesprochen. Grund dafür waren unter anderem strafrechtlich relevante Fälle von Cybermobbing. Im Brief werden die Eltern darauf hingewiesen, dass in der Schule Präventionsarbeit geleistet werde, dass aber auch die Eltern in der Pflicht stünden, auf das Verhalten des Nachwuchses zu achten, zumal Handys hauptsächlich in der Freizeit genutzt würden. Eltern trügen die Verantwortung dafür, was ihre Kinder in Chats kommunizieren.

Butterflymesser zerstören

Weiter wurden die Eltern darauf hingewiesen, dass sie verbotene Waffen wie zum Beispiel Butterflymesser entsorgen sollten, da das Tragen dieser Messer unter das Waffengesetz falle.

«Es gibt leider Jugendliche, die im Besitz von verbotenen Butterflymessern sind und solche Messer in die

Schule mitnehmen», heisst es im Brief. «Bitte schauen Sie nach, ob sich bei Ihnen zuhause verbotene Messer oder andere gefährliche Gegenstände befinden und entsorgen Sie solche», heisst es weiter.

Im Zusammenhang mit den Vorfällen nahm die Schulleitung im Dezember mit der Kantonspolizei Thurgau Kontakt auf. In der Folge führte die Polizei Ermittlungen durch. Diese führten jedoch zu keinen verwertbaren Ergebnissen, da die Hinweise nicht konkreten Personen zugeordnet werden konnten.

Schulpräsidentin Nathalie Wasserfallen sagt, der Brief sei an die Eltern versendet worden, um die Eltern zu erinnern, dass sie auf das Freizeitverhalten der Kinder achten. Gerade Whatsappgruppen seien ein Gefahrenherd. So werden Schüler teilweise ohne ihr aktives zutun Gruppen zugefügt, in denen Drogen angeboten werden. Der Brief habe die Absicht gehabt, die Eltern zu sensibilisieren. (20 Minuten)

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