Aktualisiert 29.04.2008 17:45

Eltern umgebracht, Rentner an Schweine verfüttert

Heute ist ein Landwirt in Kassel zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hat seine Eltern umgebracht sowie die Leiche eines Nachbarn zerstückelt, tiefgeforen und später den Schweinen auf dem Hof zum fressen gegeben.

Das Landgericht zeigte sich überzeugt, dass der heute 32 Jahre alte Mann aus Fritzlar-Haddamar in Hessen im Jahr 2000 aus Habgier seinen Vater heimtückisch erschlagen und die Mutter vier Jahre später erwürgt habe.

«Dass er dann noch die Leiche eines auf seinem Hof gestorbenen Rentners an seine Schweine verfütterte, zeigt nicht nur eine Missachtung des Lebens, sondern auch des Todes», sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung.

Die Kammer erkannte zugleich auf eine besondere Schwere der Schuld. Damit ist eine Entlassung nach 15 Jahren unmöglich. Der Verteidiger kündigte unterdessen bereits an, in Revision gehen zu wollen.

Zur Begründung stützte sich das Landgericht auf mehrere Gutachten. Danach hat der Landwirt seinen Vater im September 2000 von hinten im Kuhstall erschlagen und vier Jahre später nach einem Streit seine Mutter erwürgt.

Er hatte dagegen behauptet, sein Vater sei von einer Kuh getreten und tödlich verletzt worden, seine Mutter habe er nur geschüttelt. Beides sei aber mit den Feststellungen der Gutachter nicht vereinbar, sagte der Richter.

Gestanden hatte der Mann, den im Februar 2005 gestorbenen Nachbarn zerstückelt, mehrere Monate tiefgefroren und später teilweise seinen Schweinen zu fressen gegeben zu haben, um weiter die Rente des 73-Jährigen kassieren zu können. Der Hof mit war 300 000 Euro völlig überschuldet.

(sda)

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