Aktualisiert 13.09.2017 20:17

NeapelEltern und Sohn sterben bei Sturz in Vulkankrater

Ein Elfjähriger ist in der Nähe von Neapel in ein Loch eines Vulkankraters gefallen. Seine Eltern versuchten, ihn zu retten. Unversehrt blieb einzig der jüngere Sohn.

von
sep
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Wie es zu dem Unglück kam, sei noch unklar: Einsatzkräfte vor Ort. (12. September 2017)

Wie es zu dem Unglück kam, sei noch unklar: Einsatzkräfte vor Ort. (12. September 2017)

Keystone/Ciro Fusco
Da das Loch nicht sehr tief gewesen sei, könnten alle drei an ausströmenden heissen Gasen erstickt sein.

Da das Loch nicht sehr tief gewesen sei, könnten alle drei an ausströmenden heissen Gasen erstickt sein.

Keystone/Ciro Fusco
Der Vater und schliesslich auch die Mutter hätten versucht, den Jungen zu retten: Drei Särge werden von der Unglückstelle weggetragen.

Der Vater und schliesslich auch die Mutter hätten versucht, den Jungen zu retten: Drei Särge werden von der Unglückstelle weggetragen.

Keystone/Ciro Fusco

In der Nähe von Neapel sind ein elfjähriger Junge und seine Eltern am Dienstag beim Sturz in einen Vulkankrater gestorben. Der siebenjährige Sohn der italienischen Familie blieb nach Angaben des Besucherzentrums unversehrt.

Die Familie war demnach an der Solfatara unterwegs, einem Vulkankrater im Stadtgebiet von Pozzuoli westlich von Neapel. Wie es zu dem Unglück kam, sei noch unklar, sagte ein Vertreter der Verwaltung der Nachrichtenagentur AFP. «Sie haben die Sicherheitssperren überwunden und sind in ein Loch gefallen».

Offenbar an Gasen erstickt

Italienischen Medienberichten zufolge war der Elfjährige zuerst in die verbotene Zone geraten und gestürzt. Sein Vater und schliesslich auch die Mutter hätten versucht, ihn zu retten. Da das Loch nicht sehr tief gewesen sei, könnten alle drei an ausströmenden heissen Gasen erstickt sein. Der kleine Bruder blieb demnach vor der Absperrung. Die Mutter war 42, der Vater 45 Jahre alt.

Die Solfatara gehört zu den rund 30 Kratern der Phlegräischen Felder, einer riesigen aktiven Vulkanregion rund 20 Kilometer westlich des Vesuvs. Sie ist bei Touristen sehr beliebt, Wissenschaftler jedoch sorgen sich vor einem möglichen grösseren Ausbruch. (sep/afp)

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