Er brachte sie um - Eltern von Gabby Petito verklagen die Eltern ihres toten Freundes

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Er brachte sie umEltern von Gabby Petito verklagen die Eltern ihres toten Freundes

Das Verschwinden von Gabby Petito und der spätere Fund ihrer Leiche bewegte im vergangenen Jahr nicht nur in den USA viele Menschen. Nun erheben ihre Eltern schwere Vorwürfe gegen die Eltern ihres Verlobten Brian L.

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Tara Petito (L) und Joe Petito haben Anzeige gegen die Eltern vom Mörder ihrer Tochter eingereicht. (Archivbild) 

Tara Petito (L) und Joe Petito haben Anzeige gegen die Eltern vom Mörder ihrer Tochter eingereicht. (Archivbild) 

Getty Images via AFP
Der damalige Freund ihrer Tochter hatte sie auf einem Roadtrip durch Nordamerika umgebracht. (Archivbild) 

Der damalige Freund ihrer Tochter hatte sie auf einem Roadtrip durch Nordamerika umgebracht. (Archivbild) 

imago images/ZUMA Wire
Die Aufklärung des Falls bewegte weit über die USA hinaus, bei der Aufklärung halfen unter anderem Bodycams der Polizei.

Die Aufklärung des Falls bewegte weit über die USA hinaus, bei der Aufklärung halfen unter anderem Bodycams der Polizei.

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Darum gehts

  • Im August 2021 wurde die Amerikanerin Gabby Petito von ihrem Verlobten Brian Laundrie ermordet, während sie zusammen mit dem Van quer durch die Vereinigten Staaten reisten.

  • Der Fall Petito erlangte internationale Aufmerksamkeit. 

  • Nun erstatteten die Eltern des Opfers Anzeige gegen die Eltern von Laundrie, sie sollen von der Tat gewusst haben. 

Im Fall um die wochenlang vermisste und später tot aufgefundene Gabby Petito bahnt sich ein Justizstreit zwischen ihren Eltern und jenen ihres Verlobten an. Joseph Petito und Nicole Schmidt reichten bei einem Gericht in Florida Klage gegen Christopher und Roberta L. ein. Deren Sohn Brian habe seinen Eltern offenbart, dass er Gabby getötet habe, noch ehe er von jener verhängnisvollen USA-Reise zurückgekehrt sei, die er und seine Verlobte in einem umgebauten Van absolviert hätten, hiess es in der Klageschrift, die am Donnerstag bei einem Gericht im Bezirk Sarasota im Staat Florida eingereicht wurde.

Eltern des Ex-Freundes hätten sein Geständnis verschwiegen

Doch hätten Christopher und Roberta L. das Geständnis vor Ermittlern und Petitos Eltern verschwiegen, während die Suche nach Gabby Petito mit Hochdruck weitergegangen sei. Damit habe das Ehepaar L. Arglist oder grosse Gleichgültigkeit gegenüber den Rechten von Gabbys Eltern an den Tag gelegt, hiess es weiter. Das Verhalten sei «schockierend, grausam und absolut untragbar in einer zivilisierten Gemeinschaft».

In der Klageschrift wird den Eltern von Brian L. auch vorgeworfen, sie hätten Vorkehrungen für die Flucht ihres Sohnes ins Ausland getroffen. Beweise für diese Behauptung wurden nicht vorgebracht. Die Kläger fordern mindestens 30’000 Dollar Schadenersatz. Ein Anwalt des Ehepaars L. ,Steven Bertolino, erklärte am Freitag in einer SMS-Nachricht, seine Mandaten hätten jedes Recht, die Aussage zu verweigern. Alle Vorwürfe wies er zurück.

Petitos Schicksal erregte weit über die Grenzen der USA hinaus Aufsehen

Gabby Petitos Schicksal erregte weit über die Grenzen der USA hinaus Aufsehen, zumal sie und ihr Verlobter L. ihre gemeinsame Reise durch die USA ausführlich in den sozialen Medien dokumentierten. Petitos Familie meldete sie am 11. September als vermisst.

Die Leiche der 22-Jährigen wurde am 19. September am Rande des Grand-Teton-Nationalparks in Wyoming gefunden. Das FBI kam zum Schluss, dass L. seine Partnerin, mit der er schon früher heftig aneinandergeraten sein soll, geschlagen und erwürgt hatte. Nachdem er am 1. September von der Reise alleine nach Hause zurückgekehrt war, erschoss er sich laut der Bundespolizei in einem Naturschutzgebiet in Florida. Zuvor hatte er demnach SMS-Nachrichten von Gabbys Handy an deren Eltern und andere versandt, um ihnen glauben zu machen, dass sie noch lebe.

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Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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(DPA/sys)

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