Aktualisiert 07.06.2006 19:44

Eltern wachten am Bett des falschen Koma-Patienten

Als ein bei einem Verkehrsunfall schwer verletzter Österreicher aus dem Koma aufwachte und plötzlich kroatisch sprach, wurden die Krankenhausmitarbeiter dann doch stutzig.

Schnell wurde klar, dass es eine tragische Verwechslung gegeben hatte.

Nach dem Unfall im Februar hiess es zunächst, dass der 17-jährige Unfallfahrer aus Bosnien unter den Verstorbenen sei und ein österreichischer Beifahrer im Koma liege. Das Spital erklärte jedoch gestern, dass es sich bei dem inzwischen aufgewachten Koma-Patienten um den 17-Jährigen handele, während die sterblichen Überreste des Österreichers in Bosnien beigesetzt worden seien.

«Wir gehen davon aus, dass beide Elternteile ihre Söhne falsch identifiziert haben», sagte der Medizinische Direktor des Landeskrankenhauses Klagenfurt, Thomas Koperna. «Die Eltern haben den Koma-Patienten laufend besucht», jedoch dabei nicht erkannt, dass es sich nicht um ihren Sohn handelte.

Die Verwechslung kam erst ans Licht, als der vermeintliche Österreicher nach seinem Erwachen aus dem Koma kroatisch sprach. Eine DNA-Probe bestätigte seine Identität.

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