Aktualisiert 04.06.2015 06:22

Kita-Streik

Eltern wollen Kinder beim Bürgermeister abgeben

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind die Kitas weiter dicht. Erst Montag wollen die Erzieher wieder arbeiten.

von
dpa/mh
Kita-Erzieher und Sozialarbeiter demonstrierten für bessere Bezahlung. Der Streik hält bis Ende der Woche an.

Kita-Erzieher und Sozialarbeiter demonstrierten für bessere Bezahlung. Der Streik hält bis Ende der Woche an.

Die Kindergärtner wollen mehr Lohn – und haben die Nase voll, dass sie ständig vertröstet werden. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird noch bis Ende der Woche gestreikt. Erst am Montag würden die Erzieher weiterarbeiten, sagte Manuela Schmidt von der Gewerkschaft Verdi.

Die Gewerkschaft rechnet damit, dass sich rund 2000 Erzieher am Donnerstag an Arbeitsniederlegungen in allen drei Bundesländern beteiligen. Gestreikt wird in 13 Städten, unter anderem in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Freital, Zwickau, Halle, Dessau-Roßlau und Jena.

Einkommen soll um rund zehn Prozent steigen

Das bringt langsam aber sicher auch die Eltern auf die Barrikaden: In Dresden rufen sie über Facebook dazu auf, ihre Kinder beim amtierenden Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) im Rathaus zur Betreuung abzugeben.

Die Gewerkschaften fordern Einkommensverbesserungen von durchschnittlich zehn Prozent. Nach Ansicht der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar.

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