Elyas M’Barek wird in Interview zensiert, weil er «Klitoris» sagt

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Zu sexuellElyas M’Barek wird in TV-Interview zensiert, weil er «Klitoris» sagt

Der Schauspieler bewirbt momentan seinen Kinofilm «Liebesdings» und stellte diesen bei «Verstehen Sie Spass» vor – dabei kam es zu Unstimmigkeiten mit den Verantwortlichen. 

von
Sabeth Vela
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Elyas M’Barek spielt im neuen Kinofilm «Liebesdings» einen deutschen Promi, der sich in eine feministische Theaterschauspielerin verliebt.

Elyas M’Barek spielt im neuen Kinofilm «Liebesdings» einen deutschen Promi, der sich in eine feministische Theaterschauspielerin verliebt.

Instagram/elyjahwoop
Dabei wird der 40-Jährige im Trailer mit einem Hut in Klitoris-Form gezeigt …

Dabei wird der 40-Jährige im Trailer mit einem Hut in Klitoris-Form gezeigt …

Youtube/Constantin Film
… und wie er diesen trägt.

… und wie er diesen trägt.

Youtube/Constantin Film

Darum gehts

  • In der Sendung «Verstehen Sie Spass» wurde der Kinotrailer von «Liebesdings» mit Elyas M’Barek gekürzt.

  • Dabei wurden das Wort «Klitoris», wie auch eine Szene, in der überlebensgrosse, tanzende Tampons zu sehen sind, herausgeschnitten.

  • ARD äusserte sich zum Ereignis und meinte, dass die Kürzung in Absprache mit der Produktionsfirma von «Liebesdings» durchgeführt wurde.

  • Zudem wurde aber auch das Interview des 40-Jährigen mit Barbara Schöneberger gekürzt, weil der Schauspieler darin ebenfalls das Wort «Klitoris» verwendete.

  • M’Barek kann dies nicht nachvollziehen: «Das ist in meinen Augen keine Diskussion mehr für das Jahr 2022. Wir sollten viel mehr darüber sprechen und viel unverkrampfter mit weiblicher Sexualität umgehen.»

Am Donnerstag startet in den deutschen Kinos der Film «Liebesdings», in dem Elyas M’Barek die Hauptrolle spielt. Um den Film vorzustellen, war der Schauspieler am 25. Juni in der Sendung «Verstehen Sie Spass» zu Gast, in der auch der Trailer gezeigt wurde. Auffällig dabei war, dass dabei eine Szene mit tanzenden Tampons, wie auch das Wort «Klitoris» fehlten.

Wie die «Bild» berichtet, wurde die Sendung bereits im März aufgenommen, wobei es schon zu dieser Zeit Unstimmigkeiten beim verantwortlichen Sender ARD gegeben haben soll. So musste gemäss der deutschen Zeitung der Kino-Trailer angepasst werden, da dieser nicht genügend «familienfreundlich für den Samstagabend» sei. 

«Es war nicht meine erste Begegnung mit einer Klitoris»

Am Mittwoch äusserte sich nun ein Sprecher des Senders und erklärte die Zensur des Trailers: «Damit der Film die beste Bühne bekommt, werden einbettende Talks und vorgestellte Trailer gegebenenfalls gekürzt», so der Sprecher. Darum habe die Redaktion gemeinsam mit der Produktionsfirma von «Liebesdings» entschieden, den Trailer nicht in voller Länge zu zeigen. «Inhaltliche Tabus spielten dabei, auch bei der redaktionellen Kürzung des Talks, keine Rolle – das war einzig eine dramaturgische Entscheidung», fügte der ARD-Angestellte hinzu.

Wirst du dir «Liebesdings» anschauen?

Zudem soll aber in der Sendung auch das Interview von Moderatorin Barbara Schöneberger mit Elyas M’Barek geschnitten worden sein, da er auch in diesem das Wort «Klitoris» benutzte. Auf Anfragen des deutschen Mediums habe sich die 48-Jährige nicht äussern wollen. Dafür fand aber der Schauspieler einige Worte zu den Kürzungen: «Das ist in meinen Augen keine Diskussion mehr für das Jahr 2022. Wir sollten viel mehr darüber sprechen und viel unverkrampfter mit weiblicher Sexualität umgehen.» Zudem fügte der Schauspieler an: «Es war nicht meine erste Begegnung mit einer Klitoris. Dieses Thema gehört, wie alle anderen auch, zum Leben, zumindest ich habe da keine Berührungsängste.» 

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