Aktualisiert

EM 2008: Zürich zittert weiter

Mit Hilfe von Mediation soll der Streit um das geplante Stadion Zürich beigelegt werden. Dies fordern die Anwohner der betroffenen Quartiere in Zürich West.

Ein solches Vorgehen sei die einzige Möglichkeit, bis zum Sommer eine Einigung zu finden. Am Mediationsverfahren müssten sich sämtliche Parteien beteiligen, sagte die grüne Kantonsrätin Katharina Prelicz-Huber am Donnerstag vor den Medien. Dabei müssten alle Seiten bereit sein, etwas zu geben und etwas zu verlieren. "Wir sehen ein, dass im Sommer gebaut werden muss", damit das Stadion auf die EM 2008 bereit sei, sagte Prelicz namens der Anwohnerschaft.

Ein Mediationsverfahren müsse nicht lange dauern. Mit konzentriertem Verhandeln und gutem Willen könnte in wenigen Tagen viel gewonnen werden, erklärte Prelicz. Sie machte es von der Gesprächsbereitschaft der anderen Parteien - namentlich der Stadt - abhängig, ob die Anwohnerschaft an ihren Rekursen festhalte.

Schritt in die richtige Richtung

Den Entscheid des Regierungsrates, wonach die Anzahl Parkplätze und die Anzahl Fahrten vom und zum Stadion deutlich reduziert werden muss, bezeichnete Tania Schellenberg, Sprecherin der Anwohnerschaft, als Schritt in die richtige Richtung. Es zeige, dass man mit den Rekursen doch nicht so quer in der Landschaft gelegen habe.

?

In den Quartieren wehrt man sich in erster Linie gegen die Höhe des Bauwerks, das in den Wintermonaten übermässig Schatten auf die umliegenden Häuser werfen würde, sowie gegen den Mehrverkehr aus der vorgesehenen Mantelnutzung des Stadions. Nur 6 Prozent des Verkehrs würden vom Stadionbetrieb generiert, rechnete ein Vertreter der Anwohnerschaft vor - 94 Prozent gingen auf das Konto des vorgesehenen Einkaufszentrums und Hotels.

(si)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.