«Emily» verliert an Kraft
Aktualisiert

«Emily» verliert an Kraft

Nach seinem rund zehntägigen zerstörerischen Zug durch die südliche Karibik und den Golf von Mexiko hat sich der Hurrikan «Emily» in ein riesiges Tiefdruckgebiet aufgelöst.

Nun drohen in Mexiko Überflutungen und Erdrutsche.

Der Sturm wandelte sich laut dem mexikanischen Wetterzentrum zu einem riesigen Tiefdruckgebiet. Die Ausläufer reichten am Donnerstag bis in den Süden von Texas, nach Arizona und Kalifornien, wo Waldbrände tobten, die durch den Regen zum Teil gelöscht wurden.

Im Norden Mexikos beendete der «Emily»-Regen mit einem Schlag eine seit langem anhaltende Dürre. An der zuvor fast leeren Wassertalsperre von Monterrey mussten schon am Mittwochabend die Schleusen geöffnet werden.

Gefährliche Situation

Viele Strassen standen unter Wasser. «Wir müssen mit Überschwemmungen und Erdrutschen rechnen», sagte Eugenio Hernandez, der Gouverneur von Tamaulipas. Tausende von Menschen waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.

Auch das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA in Miami warnte. Im Gebirge könnten leicht 38 Zentimeter Regen fallen und Überflutungen sowie Erdrutsche verursachen.

An der Küste Mexikos war der Hurrikan «Emily» ein letztes Mal mit der Wucht von über 200 Kilometern pro Stunde aufs Festland gestossen. Zuvor war er rund 3000 Kilometer östlich über die Inselstaaten Grenada, Trinidad und Tobago sowie über die mexikanische Halbinsel Yukatan hinweg gefegt.

Kuba verschont

Da er sich auf einer südlichen Route bewegte, verschonte «Emily» Kuba, das nur wenige Tage zuvor von Vorgänger «Dennis» heimgesucht worden war, und tobte auch an Jamaika vorüber.

In den vergangenen Tagen waren zehn Menschen durch den Hurrikan «Emily» getötet worden, fünf von ihnen in Jamaica. «Emily» war nach «Dennis» der zweite Hurrikan dieses Jahres im Atlantik und der dritte in der Region.

Mitte Mai war bereits vom Pazifik «Adrian» nach El Salvador gezogen. Er hatte allerdings über dem Festland rasch an Kraft verloren. Normalerweise dauert die Hurrikansaison im Atlantik von Anfang Juni bis Ende November.

(sda)

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