Emmen: 28-jähriger Drogenfahrer in U-Haft
Aktualisiert

Emmen: 28-jähriger Drogenfahrer in U-Haft

Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der A2 bei Emmen mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten ist ein 28- jähriger Autofahrer in Untersuchungshaft gesetzt worden.
Der Mann dürfte sowohl Alkohol wie Drogen konsumiert haben.

Er war am Donnerstagabend mit seinem Auto in eine Arbeitergruppe gerast.

Zwei Alkohol- und Drogenschnelltests, welche die Polizei nach dem Unfall angeordet hatte, waren positiv ausgefallen. Der 28-jährige Schweizer wurde noch auf der Unfallstelle von der Polizei verhaftet.

Ein Arbeiter, der nur leichte Verletzungen erlitt, habe das Spital am Freitagmorgen verlassen können, teilte die Kantonspolizei Luzern mit. Über den Zustand der anderen fünf schwer- bis mittelschwer verletzten Arbeiter sei nichts Neues bekannt.

Aus Kolonne ausgeschert

Der Autofahrer, der den Unfall verursachte, war am Donnerstag um 20.15 Uhr in Emmen auf eine stockende Kolonne aufgefahren. Er scherte aus bisher unbekannten Gründen aus der Kolonne aus und fuhr in den abgesperrten Bereich der Baustelle direkt in eine Arbeitergruppe, die Bodenmarkierungen entfernte.

Zwei Arbeiter wurde auf der Stelle getötet, ein dritter erlag im Spital seinen Verletzungen. Bei den drei Toten handelt es sich um einen 38- und einen 41-jährigen Mitarbeiter einer Bodenmarkierungsfirma und um einen 48-jährigen Angestellten des Strasseninspektorats. Sie sind im Kanton Luzern wohnhaft.

Fünf weitere Mitarbeiter der Markierungsfirma sowie ein weiterer Kantonsangestellter erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Grossaufgebot

Zur Rettung kamen fünf Ambulanzfahrzeuge, ein Notfalleinsatzwagen und zwei Helikopter der Rettungsflugwacht zum Einsatz. Die Verletzten wurden in Spitäler in Luzern, Sursee LU, Aarau und Zürich eingeliefert.

Weitere Arbeiter sowie Zeugen des Unfalls wurden vom Care-Team Zentralschweiz sowie von der Notfallseelsorger im Stützpunkt der Feuerwehr Emmmen betreut. (sda)

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