Europacup-Qualifikation: «Emmentaler Charakterstärke ist gefragt»
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Europacup-Qualifikation«Emmentaler Charakterstärke ist gefragt»

Einen Monat vor Meisterschaftsbeginn betreten die Vizemeister Unihockey Tigers Langnau die internationale Unihockey-Bühne. Sie kämpfen vom Freitag bis Sonntag vor Heimpublikum in Biglen um
ein Europacup-Finalrundenticket - gegen die Vizemeister aus Finnland und Tschechien.

von
swiss unihockey

«Mir gä nie uf», sagen sich die Emmentaler jeweils. Diese Einstellung passt auch zu den Unihockey Tigers Langnau, die in der letzten Saison mit dem Cupsieg und der Playoff-Finalqualifikation glänzten. Kampfgeist gilt es nun auch am kommenden Wochenende an den Tag zu legen. Mit dem Europacup-

Qualifikationsturnier stehen einen Monat vor Meisterschaftsbeginn Ernstkämpfe auf internationalem Parkett an. «Emmentaler Charakterstärken sind gefragt», erklärt der Trainer, der Zürcher Philippe Soutter.

«Nüt nöis afaa», ist ebenfalls ein beliebter Spruch der Emmentaler Bevölkerung. Genau wie vor Jahresfrist hat man sich bei den Unihockey Tigers Langnau in den vergangenen Wochen und Monaten auf die neue Saison vorbereitet und physisch hart trainiert. «Wir sind sicher fit», erklärt Soutter. Das Gros des Kaders ist zusammengeblieben. Und so heissen die Teamstützen wie letzte Saison Ales Zalesny (Tschechien) oder Olli Oilinki (Finnland), oder aber auch - typisch emmentalerisch - Gerber: Goalie Philipp Gerber, Verteidiger Markus Gerber, Stürmer Marc Oliver Gerber.

Gewöhnen muss man sich auch

an den Namen «Siegenthaler», der dreimal im Kader vertreten ist – mit Ersatzgoalie Jürg Siegenthaler sowie den beiden Stürmern Stefan Siegenthaler (einmal Jahrgang 1987, einmal Jahrgang 1991). Sie sind drei der sechs eigenen Elitejunioren, die in den vergangenen Monaten ins Fanionteam integriert wurden. Künftig will man vermehrt auf Eigengewächse setzen, nach den Abgängen von Christofer Pergelius (Rücktritt) und Saku Lehti (zurück nach Helsinki) figurieren noch zwei Ausländer im Team. «Wir haben jetzt die Breite an Junioren, um diese nachzuziehen und in die erste Mannschaft zu integrieren, zuvor war das nicht der Fall,» erklärt Philippe Soutter.

Routine bringt Neuzuzug Marc Dysli in die Mannschaft. Der Nationalmannschaftsverteidiger ist nach fünf Saisons in der höchsten schwedischen Liga von IBK Dalen in die Schweiz zurückgekehrt. Und vermutlich schauen die Einheimischen den Bümplizer Giel, der bereits 1999 bis 2002 für Zäziwil spielte, als einen der ihren an.

Mit «Härzbluet» wollen die Tigers Langnau vor heimischem Publikum um den Turniersieg und das Ticket fürs Europacup-Finalturnier von Mitte Oktober in Dänemark kämpfen. «Einen Monat vor Meisterschaftsstart weisen wir sicher noch spielerische Defizite aus. Doch das nehmen wir in Kauf. Die Situation dürfte bei den Gegnern gleich ausschauen», vermutet der Headcoach. «Ich rechne deshalb mit hartumkämpften Partien.»

Tatran Stresovice (Tsch) und Tapanilan Erä (Finnland) heissen die Kontrahenten der Schweizer; der schwedische Vizemeister Warberg verzichtet aus finanziellen Gründen auf einen Start in Biglen. Genau aus finanziellen Überlegungen heraus haben sich die Unihockey Tigers Langnau für die Durchführung dieses Europacup-Qualifikationsturniers der Vizemeister der Top-Nationen beworben. Pro Match stehen jeweils 30 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Die Kosten für die Eintrittskarten belaufen sich auf 15 Franken (für Erwachsene) und fünf Franken für Kinder (bis 16 Jahre) pro Spiel. Für die Partien findet kein Vorverkauf statt. Die Tageskasse öffnet eineinhalb Stunden vor Spielbeginn.

Spielplan

Freitag, 21. August, 20.00 Uhr:

Tatran Stresovice (Tsch) – Tigers Langnau

Samstag, 22. August, 16.00 Uhr:

Tapanilan Erä (Fin) – Tatran Stresovice

Sonntag, 23. August. 13.00 Uhr:

Tigers Langnau – Tapanilan Erä

Der Turniersieger qualifiziert sich fürs Europacup-Finalturnier vom 14. bis 18. Oktober in Frederikshavn (Dänemark).

Das Qualifikationsturnier der Top-4-Nationen der Damen findet vom 28. bis 30. August in der Oberseen-Halle in Winterthur statt (mit den Red Ants Rychenberg Winterthur). Die Schweizer Meister Wiler-Ersigen (Herren) und Dietlikon (Damen) sind bereits fürs Finalturnier gesetzt.

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