Aktualisiert 15.10.2004 14:04

Emmentalerstreit dauert an

Gegen die AOC/GUB-Registrierung des Emmentaler Käses sind zehn Rekurse eingegangen.

Bei der Rekurskommission des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes wurden auch Rekurse aus dem Ausland eingereicht.

Ein Teil der ausländischen Einsprachen stammt gemäss Angaben von Michel Roche, dem Sekretär des Syndicat interprofessionnel du gruyère français , aus Frankreich. Dort wird achtmal mehr Emmentaler hergestellt, als in der Schweiz.

Die SIGF reichte ihre Einsprache gemeinsam mit dem Milchproduzentenverband ATLA und zwei grossen Milchverarbeitern ein. Weitere Rekurse kamen aus Deutschland. Bei den ausländischen Eingaben geht es vor allem um den Gebrauch des Namens «Emmentaler», der im Ausland als öffentlichtes Gut betrachtet wird.

Für Jürg Simon von der Branchenorganisation «Emmentaler Switzerland» ist die ausländische Beteiligung am Rekursverfahren nicht nachvollziehbar. Die Schweiz wolle lediglich die Herkunftsbezeichnung durch ein AOC-Label aufwerten. Für die Ausländer ändere sich nichts.

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hatte im September alle ung aus dem In- und Ausland eingegangen. 47 wurden wieder zurückgezogen. (sda)

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