Super League: Empfindliche Niederlage für GC
Aktualisiert

Super LeagueEmpfindliche Niederlage für GC

Die Grasshoppers kassieren gegen den FC Thun zuhause eine bittere Niederlage und verlieren mit 0:2. Renato Steffen und Marco Schneuwly treffen für die Berner.

GC verliert gegen Thun im Heimspiel 0:2 und erleidet einen herben Rückschlag im Kampf um den Titel. Amir Abrashi äussert sich zur Niederlage. (Video: 20 Minuten)

GC unterliegt dem formstarken Thun nach zwölf Heimspielen ohne Niederlage 0:2. Steffen mit einem Weitschuss und Schneuwly nach einem Konter treffen für die seit fünf Runden ungeschlagenen Thuner. Bereits in der ersten Hälfte erspielten sich die Gäste deutliche Vorteile. Davide Taini, der Stellvertreter des gesperrten Stammkeepers Bürki, stand mehrfach im Mittelpunkt. Gegen den platzierten und harten Schuss Steffens war der Saison-Debütant machtlos.

GC verstärkte sein Engagement danach zwar, spielte im nahezu leeren Letzigrund aber weitgehend harm- und ideenlos. Eine kurze Druckphase endete fatal: Marco Schneuwly entwischte der Abwehr und markierte seinen zehnten Saisontreffer. Die Offensive steckt seit Wochen exklusive weniger Ausnahmen im Tief. In den elf Partien der Rückrunde hat der ehemalige Leader nur 13 Treffer produziert - vier davon im Derby gegen den FCZ. Die Nervosität beim Cup-Finalisten nimmt zu.

Thun hingegen bewegt sich auf erstaunlichem Niveau. Im Berner Derby siegte das Team von Trainer Urs Fischer 2:1. Dem verblüffenden Punktgewinn gegen den Europacup-Halbfinalisten Basel folgte der zweite Sieg in Serie gegen das Top-Team GC.

Ein hausgemachtes Theater

Hinterher bemühten sich die Verlierer um Haltung. Uli Forte ordnete die Lage ohne Schnörkel ein: «Wir lebten während der Vorrunde wohl etwas über den Verhältnissen und sind jetzt wieder in der Realität angekommen.» Eine so souveräne Einschätzung der Situation war in den letzten Tagen nicht allen GC-Repräsentanten gelungen. Das Urteil der Swiss Football League gegen Torhüter Bürki beantwortete der Zürcher Marketing- und Kommunikations-Chef öffentlich mit einem Papier voller juristisch womöglich heikler Anschuldigungen. Eigenen Angaben zufolge handelte der Medien-Chef in Absprache mit der präsidialen Abteilung.

Bürkis nachträglich sanktioniertes Foul gegen Pajtim Kasami und der resultierende Ausschluss für drei Partien löste ein veritables Theater aus. Auf allen möglichen Kanälen (teilweise sogar mit veröffentlichten SMS-Botschaften) verbreiteten GC seinen Unmut und rückte selbst verschuldet auf die Frontseite des Boulevards. Auch anderen Zeitungen lieferten die entnervten Hoppers die Vorlage für zynische Kommentare. GC inszenierte im Eifer der überzogenen Selbstverteidigung quasi ein Solo ins mediale Offside.

Grasshoppers - Thun 0:2 (0:1)

Letzigrund. - 4100 Zuschauer. - SR Erlachner.

Tore: 35. Steffen 0:1. 64. Schneuwly (Lüthi) 0:2.

Grasshoppers: Taini; Xhaka, Lang, Grichting, Bauer; Salatic; Hajrovic, Abrashi (72. Ben Khalifa), Toko (53. Brahimi), Zuber (72. Feltscher); Ngamukol.

Thun: Faivre; Lüthi, Reinmann, Schindelholz, Schirinzi; Bättig (88. Siegfried), Zuffi; Steffen (69. Volina), Demiri, Wittwer; Schneuwly (81. Sadik).

Bemerkungen: GC ohne Vilotic, Pavlovic (beide verletzt), Bürki (gesperrt), Thun ohne Ghezal, Horta, Salamand, Bigler, Hediger, Ferreira, Frey (alle gesperrt).

Verwarnungen: 38. Schindelholz (Foul), 56. Bättig (beide Foul), 76. Grichting (Unsportlichkeit), 80. Bauer (Foul).

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