Zürich: Empörte sprachen mit Bankern
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ZürichEmpörte sprachen mit Bankern

Offiziell hat die Bewegung Occupy Paradeplatz am Mittwoch zwar nicht am Treffen mit dem Bankenverband teilgenommen – trotzdem sind rund ein Dutzend Empörte «als Privatpersonen» erschienen, dazu einige Sympathisanten.

von
Rom
Hans-Peter Portmann und Dieter Sigrist vom Bankenverband im Gespräch mit Empörten.

Hans-Peter Portmann und Dieter Sigrist vom Bankenverband im Gespräch mit Empörten.

«Wie die Banken die Politik erpressen, so gehts nicht weiter», sagte Ex-Investmentbanker Oliver Disler. Zeitweise war die Diskussion fast gehässig – We-are-Change-Aktivist Fabian Fuhrer etwa schrie: «Viele Menschen hungern, weil die Banken Weizen verspekulieren – wie können Sie da ruhig schlafen?» Angesprochen war Hans-Peter Portmann, der als Präsidiumsmitglied des Bankenverbands unter Dauerbeschuss stand. Er sagte: «Mit persönlichen Angriffen muss man in der Höhle des Löwen rechnen.» Inhaltlich sei die Aussprache «sehr» interessant gewesen. Portmann: «Solche Dialoge können das gegenseitige Verständnis fördern.» Für die erneute Besetzung des Paradeplatzes sind die Empörten wegen der Bewilligung mit dem Polizeidepartement im Gespräch. Sprecher Robert Soòs: «Wir sind daran, eine Lösung zu finden.»

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