Bericht der «New York Times»: Ende der Netzneutralität verschoben
Aktualisiert

Bericht der «New York Times»Ende der Netzneutralität verschoben

Google soll den Provider Verizon für die schnellere Durchleitung seines Traffics bezahlen wollen. Beide Unternehmen dementierten den Bericht. Allerdings ist das Thema damit nicht vom Tisch.

von
hst
Google: Keine Verhandlungen mit Verizon über Zahlungen für schnellere Durchleitung des Internetverkehrs.

Google: Keine Verhandlungen mit Verizon über Zahlungen für schnellere Durchleitung des Internetverkehrs.

Gestern hatte die New York Timesberichtet, Google und Verizon arbeiteten an der Abschaffung der Netzneutralität. Demnach wollte der Suchmaschinist den US-Provider für die Bevorzugung seiner Dienste wie YouTube bezahlen. Dafür sollten Nutzer mehr Bandbreite zur Verfügung gestellt bekommen. Damit gäbe es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Web, die Netzneutralität wäre abgeschafft. Bislang wird jedes Datenpaket auf seiner Reise durchs Netz gleich behandelt. In einem Tweet reagierte Google nun auf den Bericht: «Es gab keine Gespräche mit Verizon über eine Bezahlung für unseren Traffic. Wir bleiben Befürworter eines offenen Netzes.» Ob es Gespräche über eine Bevorzugung ohne Zahlungen gab, liess der Beitrag auf Twitter offen. Eine Aussage von Google gibt es dazu bislang nicht.

Im firmeneigenen Blog hatte Verizon so auf den Bericht reagiert: «Der Artikel über Verhandlungen zwischen Google und Verizon basiert auf einem grundlegenden Missverständnis der Ziele unseres Unternehmens. Diese haben wir gegenüber der Regulierungsbehörde FCC deutlich gemacht: Wir sind für einen netzpolitischen Rahmen, der Offenheit und Verantwortlichkeit sicherstellt, den Einfluss der FCC gewährleistet sowie für Investitionen und Innovationen sorgt. Die Annahme, es gebe sei ein geschäftliches Abkommen zwischen unseren Firmen, ist völlig falsch». Wie ein Deal zwischen den beiden Unternehmen aussehen könnte, deutete ein Bericht von Bloomberg an. Demnach könnte Verizon die Datenraten für Googles Dienste im stationären Internet nicht beschränken, dies aber im Mobilfunknetz tun. Kommentare der beiden Unternehmen dazu stehen noch aus.

In einem Blog-Post hat Google unterdessen die Zahl aller Bücher der Neuzeit bekannt gegeben. Laut Berechnungen des Suchmaschinenanbieters soll sie bei rund 130 Millionen liegen - genauer gesagt bei 129 864 880.

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