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Ende des Grubendramas

Rettungskräfte haben 11 der 13 seit sechs Tagen in einem russischen Bergwerk verschütteten Kumpel lebend gefunden, wie die Behörden mitteilten. Die Kumpel sollten später über Tage gebracht werden.

Es gab zunächst widersprüchliche Informationen darüber, ob alle Bergleute das Grubendrama überlebten. Die Kumpel wurden am frühen Mittwochmorgen gefunden, nachdem eine Bohrmaschine ein Loch bis in den Stollen gegraben hatten, in dem sie Zuflucht gefunden hatten.

Die Bergungsmannschaften hatten von einer angrenzenden Mine einen Tunnel durch massiven Fels in den Stollen der Verschütteten gegraben. Zuvor war es gelungen, die Überflutung der Mine zu stoppen. Der Leiter der Rettungsarbeiten, Andrej Chudjakow erklärte am Dienstag, seine Mitarbeiter hätten das Loch mit hunderten Tonnen Felsen, Erde und Betonstützen zugeschüttet.

In das Bergwerk in der Region Rostow am Don war am Donnerstag aus einem unterirdischen See Wasser eingebrochen, so dass den 71 dort arbeitenden Kumpeln der Rückweg versperrt war. 25 konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, am Samstag waren 33 Bergleute aus fast 800 Metern Tiefe gerettet worden. Bis zum Mittwoch bestand zu den Verschütteten kein Kontakt.

Die meisten der Geretteten verliessen den Schacht der Sapadnaja-Mine in der Region Rostow am Don aus eigener Kraft, einer befindet sich in kritischem Zustand. Ihre Gesichter waren von schwarzem Staub überzogen, die Rettungskräfte hüllten sie in Decken ein. Wartende Angehörige brachen beim Auftauchen der Kumpel in Jubel und Freudentränen aus. (dapd)

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