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Zettabyte-ÄraEnde Jahr sind mehr als drei Milliarden vernetzt

Die Uno geht davon aus, dass bis Ende 2015 mehr als 3,2 Milliarden Menschen online sind. Damit wird die Zettabyte-Ära eingeläutet.

von
tob

Ein aktueller Bericht der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), einer Division der Vereinten Nationen (Uno), zeigt die Entwicklung der weltweiten Vernetzung auf. «In den letzten 15 Jahren ist die Informations- und Kommunikationsbranche in einem einmaligem Ausmass gewachsen», wie die ITU in einer Mitteilung schreibt.

Seit dem Jahr 2000 habe sich die Verbreitung des Internets nahezu versiebenfacht. Hatten vor 15 Jahren lediglich 6,5 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum WWW, sind es heute rund 43 Prozent. Auch die Zahl der Haushalte, die über einen Zugang zum Internet verfügen, ist in den letzten zehn Jahren von 18 auf 46 Prozent gewachsen. Von den weltweit rund 3,2 Milliarden Menschen, die bis Ende 2015 das Internet nutzen werden, leben laut ITU zwei Milliarden in Entwicklungsländern.

Gerade in den Entwicklungsländern bleiben aber bisher rund vier Milliarden offline. Gründe dafür sind unter anderem eine eher dürftige Netzabdeckung – die sich allerdings rapide entwickle, wie die ITU schreibt. Auch arbeiten grosse IT-Konzerne wie Google und Facebook daran, die Internetversorung bis in die hintersten Ecken der Welt sicherzustellen.

Beginn der Zettabyte-Ära

Mit der zunehmenden Vernetzung steigt auch der Datenverkehr auf den Leitungen an. Eine aktuelle Studie von Cisco stützt die Zahlen der ITU. Im Cisco Visual Networking Index heisst es, dass in den nächsten fünf Jahren mehr als die Hälfte der Bevölkerung der Welt vernetzt sein wird. 80 Prozent des Traffics werden dann gestreamte Videos ausmachen. Schon nächstes Jahr beginnt die Zettabyte-Ära. Der globale IP-Verkehr wird 2016 mehr als ein Zettabyte ausmachen. Zur Erklärung: Ein Zettabyte entspricht einer Milliarde Terabytes. 2019 soll der Datenverkehr bereits die Marke von jährlich zwei Zettabytes ausmachen.

Eine IP-Adresse für jedes Atom

Das könnte uns auch vor neue Probleme stellen. So könnten uns bald schon die IPv4-Adressen ausgehen, wie das «Wall Street Journal» Mitte Mai berichtete. Deshalb kaufen grosse Firmen wie Microsoft oder Amazon derzeit grosse IP-Adresspakete, um ihre Router und IT-Infrastruktur noch nicht erneuern zu müssen. Mit dem neuen Standard IPv6 ist das Problem allerdings dann gelöst: Damit existieren weltweit mehr als 340 Sextillionen IP-Adressen. Das ist 340, gefolgt von 36 Nullen. Oder anders gesagt: Eine IP-Adresse für jedes Atom der Erde, wie es im «Wall Street Journal» heisst.

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