Friedensabkommen mit Farc: Ende September herrscht in Kolumbien Frieden
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Friedensabkommen mit FarcEnde September herrscht in Kolumbien Frieden

Kolumbiens Präsident Santos hat den Termin für die offizielle Unterzeichnung verkündet. Überwacht von der UNO soll die Farc danach innert 180 Tagen eine politische Partei werden.

von
foa
Treffen am 26. September im kolumbianischen Cartagena wieder aufeinander: Juan Manuel Santos, Präsident von Kolumbien, (l.) und Farc-Chef Rodrigo Londono vereinbaren im Beisein von Kuba-Präsident Raul Castro in Havanna den Waffenstillstand. (23. Juni 2016)

Treffen am 26. September im kolumbianischen Cartagena wieder aufeinander: Juan Manuel Santos, Präsident von Kolumbien, (l.) und Farc-Chef Rodrigo Londono vereinbaren im Beisein von Kuba-Präsident Raul Castro in Havanna den Waffenstillstand. (23. Juni 2016)

Kein Anbieter/AP Photo/Ramon Espinosa

Das Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla soll am 26. September unterzeichnet werden. Die feierliche Unterzeichnung finde in der Stadt Cartagena statt, sagte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos am Freitag.

Nach vierjährigen Verhandlungen hatten Unterhändler der FARC und der Regierung in der vergangenen Woche ein Friedensabkommen zur Beendigung des Konflikts vereinbart. Am Montag war ein endgültiger Waffenstillstand zwischen Regierung und Guerilla in Kraft getreten, damit endete ein 52 Jahre währender Gewaltkonflikt.

Mehrheit für Abkommen

Nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens hat die FARC 180 Tage Zeit, die Waffen niederzulegen und sich in eine politische Partei umzuwandeln. Die UNO will diesen Prozess überwachen.

Die kolumbianische Bevölkerung stimmt am 2. Oktober in einem Referendum über das Abkommen ab. Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge wollen 59,5 Prozent der Kolumbianer dafür stimmen. 33,2 Prozent wollen dagegen votieren.

Über 260'000 Opfer

Die FARC wurden 1964 im Kampf gegen Grossgrundbesitzer und zur Verteidigung armer Bauern gegründet, die Opfer staatlicher Gewalt wurden. In dem mehr als 50 Jahre währenden bewaffneten Konflikt zwischen linken Rebellen, Paramilitärs, Drogenmafia und Armee wurden in dem südamerikanischen Land mehr als 260'000 Menschen getötet und etwa 6,9 Millionen weitere vertrieben. 45'000 Menschen gelten als verschwunden oder vermisst. (foa/sda)

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