Beten mit dem App: Endlich: Gott auf dem iPhone
Aktualisiert

Beten mit dem AppEndlich: Gott auf dem iPhone

Für besonders eifrige Katholiken gibt es jetzt eine iPhone-App. Auf dem Display erscheint eine brennende Kerze. Wer nicht will, dass die Flamme erlischt, muss beten, beten, beten.

von
mbu
Ignio funktioniert auf dem iPhone und dem iPad. Eine Android-Version soll folgen.

Ignio funktioniert auf dem iPhone und dem iPad. Eine Android-Version soll folgen.

«Ignio» heisst die Handy-App, mit der die katholische Kirche frische Schäfchen anlocken will. Dahinter steht die amerikanische Gruppe «WeDoBelieve». Sie hat es sich auf die Fahne geschrieben, unter Einsatz moderner Mittel das Evangelium in die Welt hinaus zu tragen. Der in Texas amtende Bischof Kebin J. Farrell hatte Ignio am 21. August offiziell den Segen erteilt, schreibt das christliche Medienmagazin Pro.

Das Prinzip dahinter ist simpel: Von nichts kommt nichts! Die User müssen aktiv sein, um das eigene Flämmchen am Brennen zu halten. Und genau darum geht es. Die App zaubert auf das Handy-Display eine brennende Kerze. Helligkeit und Grösse der Flamme zeigen an, wie eifrig der User seinem Glauben nachgeht.

Nach zwei Wochen Untätigkeit wird es zappendüster

Nahrung erhält die Flamme durch das Lesen von Bibelpassagen, den Besuch einer Messe, die Lektüre der täglich verschickten Bibelverse, sowie dem Teilen von Gebeten. Die frommen Nutzer können sich über die App mit bis zu elf weiteren Gläubigen vernetzen. An einer gemeinsame Pinnwand lassen sich Gedanken austauschen und Aktivitäten der anderen kommentieren. Bleibt man zwei Wochen lang untätig, erstickt die Flamme. Entzündet werden kann sie nur durch die Kerze eines anderen Users.

Offiziell lanciert wurde die App vergangene Woche im US-Bundesstaat Indiana im Rahmen einer katholischen Jugendkonferenz. Eigenen Angaben zufolge soll sie schon über 8000 Mal installiert worden sein.

Noch steht die App ausschliesslich für iPhones und iPads zur Verfügung. Künftig sollen aber auch eine Android-Version sowie eine Website angeboten werden. Das Ganze soll mit Spendengeldern in der Höhe von bis zu 120 000 US-Dolllar finanziert werden.

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