Lockerung Corona-Massnahmen – Jetzt wird endlich alles besser! Oder nicht?
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Corona-MassnahmenEndlich Lockerung – Jetzt wird endlich alles besser! Oder nicht?

Vieles, das monatelang ausgeschlossen war, ist wieder möglich. Doch was war wirklich alles schlecht an den Einschränkungen? Oder sollten wir am Ende etwas davon beibehalten? Ein kleines Gedankenspiel.

von
Angela Rosser
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Seit Montag kann nicht mehr nur bei schönem Wetter im Restaurant gespeist werden. Bis zu vier Personen dürfen wieder drinnen an einem Tisch sitzen.

Seit Montag kann nicht mehr nur bei schönem Wetter im Restaurant gespeist werden. Bis zu vier Personen dürfen wieder drinnen an einem Tisch sitzen.

20min/Matthias Spicher
Die Homeoffice-Pflicht wird zur Empfehlung. Endlich raus aus der eigenen Wohnung, aber rein in die vollen Züge.

Die Homeoffice-Pflicht wird zur Empfehlung. Endlich raus aus der eigenen Wohnung, aber rein in die vollen Züge.

Urs Jaudas
Lange waren die Türen der Fitnessstudios geschlossen. Jetzt darf man wieder trainieren. Müssen wir denn jetzt alle wieder Sport treiben statt Serien schauen?

Lange waren die Türen der Fitnessstudios geschlossen. Jetzt darf man wieder trainieren. Müssen wir denn jetzt alle wieder Sport treiben statt Serien schauen?

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Viele Massnahmen wurden schon oder werden noch gelockert.

  • Die meisten Menschen freuen sich auf die Schritte Richtung Normalität.

  • Es gibt aber auch Dinge, die wir vielleicht beibehalten können.

Die Restaurants haben wieder geöffnet

Seit Montag haben Restaurants, Cafés und Bars auch wieder ihre Innenräume geöffnet. Das Schöne daran ist, dass es den Gästen bei schlechtem Wetter nicht mehr in die Spaghetti regnet, oder man nicht mehr zwingend immer zu Hause kochen muss. Da immer noch Abstandsregeln eingehalten werden müssen und nicht alle Tische besetzt werden können, muss man aber trotzdem etwas Glück haben, um einen Tisch zu ergattern und sehr vorausschauend reservieren. Im Restaurant essen heisst auch, dass wir wieder mehr Geld für ein Abendessen ausgeben – dafür entfällt der Abwasch.

Good Bye Homeoffice – Hallo überfüllte Züge

Viele freuen sich, dass die Homeoffice-Pflicht zur Empfehlung wird. Schon heute waren die Züge aber wieder voller als noch vor einer Woche und man muss sich plötzlich wieder in ein schon von zwei oder drei Menschen besetztes Zugabteil setzen, woran man gar nicht mehr gewöhnt ist. Vielleicht geniesst man es auch, wieder einen Rhythmus zu haben und die Jogginghose gegen bürotaugliche Kleider zu tauschen. Deprimierend ist, wenn vielleicht die Lieblingshose nicht mehr passt, oder das Arbeitshemd um den Bauch etwas spannt.

Ins Fitnesscenter müssen oder dürfen?

Seit einiger Zeit darf man wieder ins Fitnessstudio und sich da nach einem anstrengenden Arbeitstag noch etwas auspowern. Mit den neuen Lockerungen kommt aber vielleicht auch das schlechte Gewissen zurück, wenn man doch eigentlich lieber seine Lieblingssendung schauen würde. Hatte man vor einigen Wochen noch eine gute Ausrede, dass man ja gar nicht ins Gym kann, fällt diese jetzt weg und es gilt, den inneren Schweinehund wieder von Neuem zu bezwingen.

Zoo ist voll, die Seepromenade hat Platz

War es nicht auch schön, mit den Kindern oder der Familie am See Enten zu füttern und Hunde zu beobachten? Jetzt strömen die Menschen wieder in den Zoo, wo man sich zu teils kostspieligen Eintrittspreisen und mit vier Franken Glaces zwischen Menschenmengen zu den Zäunen vordrängeln muss, um einen Blick auf die Tiere zu erhaschen. Dafür verteilen sich die Menschengruppen aber auch auf mehr Lokalitäten und auf der Wiese am See gibt es wieder etwas mehr Platz.

Mehr Leute im Laden, aber weniger User online

Sobald wieder mehr Menschen draussen unterwegs sind, sind automatisch die Einkaufszentren und Lebensmittelgeschäfte besser besucht. Statt sich aber in endlos langen Schlangen anzustellen, geht es jetzt vielleicht wieder schneller, wenn wir unsere Sachen online bestellen. Auch die Hauslieferdienste von Detailhändlern dürften in Zukunft wieder mehr Kapazität haben. Wer es im Homeoffice genossen hat, wieder in einen Laden zu können, schätzt es jetzt vielleicht mehr, nach der Arbeit nach Hause zu kommen und seine Einkäufe an der Tür in Empfang nehmen zu können.

Lieber mit oder ohne Plexiglas?

Ob im Fitness, an der Kasse oder im Restaurant, noch stehen überall Stelen mit Plastikplanen oder Plexiglasscheiben. Diese durchsichtige Trennung könnte bald Geschichte sein. Vielleicht wäre es uns aber ganz recht, wenn uns diese kleine Trennung etwas mehr Privatsphäre ermöglicht? Oder vielleicht wären Kassierende ganz froh, wenn diese kleine Grenze zwischen ihnen und den Kundinnen und Kunden bestehen bliebe.

Hände waschen, desinfizieren, Hände waschen, desinfizieren

Händewaschen war schon immer wichtig. Das sollte nichts Überraschendes sein – auch vor der Pandemie nicht. Dass jetzt überall und an jeder Ecke Desinfektionsmittel stehen, war allerdings Neuland. Das kleine Fläschchen im Rucksack, der Spender auf der Toilette. Werden diese nach der Pandemie verschwinden? Irgendwie hat man sich doch daran gewöhnt, und Coronaviren sind ja nicht das Einzige, was sich auf den Oberflächen, die wir im Alltag berühren, tummelt.

Reisen und Ferien werden einfacher, aber teurer

In einen Flieger steigen und sich die Sonne an einem Strand auf den Bauch scheinen zu lassen, dem steht in Zukunft weniger im Weg als bisher. Dass die Flüge und Hotels etwas teurer werden könnten, ist zu erwarten. Vielleicht sind aber genau dieses Jahr die heimischen Flüsse und Seen nicht so überfüllt wie sonst, da sich trotzdem viele während der Sommerferien in den Sand und ins Meer stürzen.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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