Endlich wieder mehr Arbeitsplätze
Aktualisiert

Endlich wieder mehr Arbeitsplätze

Der wirtschaftliche Aufschwung in der Schweiz hat im ersten Quartal 2006 auch den Arbeitsmarkt erfasst. Deutlich mehr Menschen haben wieder Arbeit. Und der positive Trend soll sich fortsetzen.

Das Beschäftigungsbarometer des Bundesamtes für Statistik (BFS) weist kräftig nach oben: Ende März 2006 zählte die Schweiz 4,193 Mio. erwerbstätige Menschen, das sind 0,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das sei die grösste Zunahme seit mehr als drei Jahren, teilte das Bundesamt für Statistik am Dienstag zur vierteljährlich erhobenen Statistik mit.

Frauen und ausländische Kräfte im Plus

Von der Erholung am Arbeitsmarkt profitierten vor allem die Frauen und die ausländischen Arbeitskräfte. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 1,881 Millionen. Bei den Männern war eine Zunahme von lediglich 0,3 Prozent auf 2,312 Mio. zu verzeichnen.

Die Anzahl ausländischen Erwerbstätigen erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 1,068 Millionen. Die Zahl der erwerbstätigen Schweizerinnen und Schweizer ist gleichzeitig um 0,2 Prozent auf 3,125 gestiegen.

Industrie und Gewerbe legten deutlich zu

Im Gleichschritt mit der Zunahme der Erwerbstätigkeit erhöhte sich die Beschäftigung in den ersten drei Monaten um 0,7 Prozent auf 3,644 Mio. besetzte Stellen.

Die Zunahme ist jedoch in der Industrie und im Gewerbe (sekundärer Sektor) mit einem Plus von 1,1 Prozent deutlich kräftiger als in der Dienstleistungsbranche (tertiärer Sektor), wo ein Plus von 0,6 Prozent zu verzeichnen war.

Bau und Gastgewerbe gestärkt

Der Fortschritt im sekundären Sektor erkläre sich durch die starken Ergebnisse des Baugewerbes, in der Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten und Uhren sowie im Maschinenbau. Im tertiären Sektor finden sich die grössten Zunahmen unter anderem im Gastgewerbe.

Regional gesehen verzeichneten die Genferseeregion mit einem Plus von 1,9 Prozent, die Nordwestschweiz mit einer Zunahme von 1,6 Prozent und die Zentralschweiz mit 1,5 Prozent die grössten Beschäftigungszunahmen.

Die Grossregion Zürich legte um 0,6 Prozent zu, Espace Mittelland um 0,1 Prozent. Etwas nachgegeben hat die Beschäftigtenzahl in der Ostschweiz mit -0,5 Prozent und im Tessin mit -0,4 Prozent.

Positive Aussichten

Das BFS geht aufgrund der Indikatoren davon aus, dass sich der allgemein positive Trend in den kommenden Monaten fortsetzen wird. So ist der Indikator der Beschäftigungsaussichten mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 1,04 Punkte auf dem höchsten Stand seit der Einführung im Jahr 2004 angelangt.

Der Index der offenen Stellen legte um satte 21 Prozent auf 134,0 Punkte zu. Dabei hätten alle Regionen eine Zunahme verzeichnet. Wiederum dürfte sich der sekundäre Sektor stärker entwickeln als der tertiäre. (sda)

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