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Nach 3. RangEndlich wird Tom Lüthi bevorzugt behandelt

Der Podestplatz beim GP von Japan zahlt sich für Töffstar Tom Lüthi aus: Für die restlichen drei Rennen bekommt er von Töffhersteller Eskil Suter endlich Vorzugsbehandlung.

von
Klaus Zaugg
Tom Lüthi konnte am GP von Motegi den 3. Schlussrang bejubeln.

Tom Lüthi konnte am GP von Motegi den 3. Schlussrang bejubeln.

Der neue WM-Leader Marc Marquez (18) hat nach der Sommerpause von Eskil Suter exklusiv verschiedene Spezialteile und technische Weiterentwicklungen erhalten. Das hat bei den anderen Suter-Kunden und vor allem im Team von Tom Lüthi («Schweizer sollten Schweizern helfen») für Unmut gesorgt (20 Minuten Online berichtete).

Nun reagiert der erfolgreiche Zürcher Hightech-Unternehmer (Suter Racing Technology AG, Turbenthal) und bestätigt gegenüber 20 Minuten Online, dass er für die restlichen Rennen auch Tom Lüthi (26), Andrea Iannone (It, 22) und Scott Redding (Gb, 18) das gleiche, bestmögliche Material ausliefern wird. «Marquez hat für uns verschiedene technische Neuerungen getestet und wir hatten nicht erwartet, dass alles so gut funktioniert», sagt Suter weiter. «Wir haben nun fast Tag und Nacht gearbeitet, um auch für anderen Kunden diese neuen Teile liefern zu können. Es handelt sich um einzelne technische Neuerungen, nicht um eine komplett neue Maschine.»

Unterstützung für WM-Kandidaten Marquez

Eskil Suter räumt ein, dass er durchaus einen Hintergedanken hat: Er rückt das «heisse» Material für die anderen Piloten heraus, um Marquez in der WM zu helfen. Der Spanier liegt in der WM-Wertung seit dem GP von Japan erstmals in Führung - einen einzigen Punkt vor Stefan Bradl. Der Deutsche Töffheld pilotiert das deutsche Suter-Konkurrenz-Produkt «Kalex». Je mehr Suter-Piloten sich in den drei restlichen Rennen vor Bradl schieben können, desto grösser die Titelchancen für Marquez. Beim GP von Japan hat Bradl (4.) die WM-Führung verloren, weil sich nicht nur Marquez (2.), sondern auch die weiteren Suter-Piloten Iannone (1.) und Lüthi (3.) vor ihm platzierten.

Die Chancen, dass Suter nach der Konstrukteuren-WM nun mit Marquez erstmals auch die Fahrer-WM der Moto2-Klasse gewinnt, sind angesichts dieses starken Suter-Teams noch grösser geworden. Die Schlussphase der zweitwichtigsten Töff-WM wird damit auch zur «Materialschlacht».

Die letzten drei Rennen

16. Oktober GP von Australien

23. Oktober GP von Malaysia

6. November GP von Valencia

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