Endlich zurück: Rapper Mos Def

Aktualisiert

Endlich zurück: Rapper Mos Def

Der Musikherbst steht ganz im Zeichen des Hip-Hop. Eingeläutet wird er vom Brooklyner Rapper Mos Def und dessen zweitem Soloablum.

Die Werke von Eminem, Snoop Dogg, Ja Rule und Ludacris werden folgen.

Mos Defs Name wird in Hip-Hop-Kreisen mit so viel Ehrfurcht ausgesprochen wie nur ganz wenige. Aber auch über diese Szene hinaus ist der 31-jährige Dante Smith alias Mos Def vielen ein Begriff. Und das, obwohl er keineswegs zu den Megasellern unter den Rappern gehört. «Black on Both Sides», sein letztes Album, hat in Amerika nur gerade Goldstatus erreicht – nichts im Vergleich zu den Millionenverkäufen von Jay-Z (33) oder Eminem (31). Mos Def hat sich als charismatischer Hoffnungsträger der Black Music etabliert, weil er es wie kaum ein anderer versteht, sich unbeschwert aus ihrem Fundus zu bedienen und daraus gefühl- und gehaltvolle Hip-Hop-Tracks zu formen.

Eine Rolle, die nicht einfach ist: Nach «Black on Both Sides» warteten seine Anhänger fünf lange Jahre vergeblich auf ein neues Werk. Smith widmete sich stattdessen seiner Filmkarriere. Nun meldet sich Mos Def endlich zurück. Auf «The New Danger» bewegt er sich mit ungemeiner Leichtigkeit durch einen Stilkatalog, der von hartem Rock über Soul und knackigen Hip-Hop bis zu R'n'B, Funk und Blues alles beinhaltet. Die Musik legt einen insgesamt rau und bluesig wirkenden Klangteppich, den Mos Def je nach Stimmung mit Gesang oder Rap fulminant abrundet. Eine der Hip-Hop-Platten dieses Jahres, die man gehört haben muss.

Adrian Schräder

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