Aktualisiert 19.08.2009 09:05

Anstalten WitzwilEnergieeffizienz im Strafvollzug

Das erste Gebäude der bernischen Kantonsverwaltung im strengen Minergie P/Eco-Standard ist ein Pavillon für Eintrittsabklärungen der Strafanstalten Witzwil.

Der zweigeschossige Holzbau wurde in nur 21 Wochen aufgestellt und kostete 2,3 Mio. Franken, wie die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion mitteilte. Er bietet Raum für zehn Arbeitsplätze für die Eintrittsabklärungen und sieben Arbeitsplätze für eine Landwirtschaftsgruppe.

Dazu kommen Räume zum Abstellen von schweren Maschinen, Büros und Besprechungszimmer. Baudirektorin Barbara Egger-Jenzer und Polizeidirektor Hans-Jürg Käser haben es am Dienstag eingeweiht.

Minergie P bezeichnet und qualifiziert laut www.minergie.ch Bauten, die einen noch tieferen Energieverbrauch als gemäss dem normalen Minergie-Standard anstreben. Minergie Eco bedeutet, dass ausser auf Energieeffizienz auch auf gesunde und ökologische Bauweise geachtet wird.

Der neue Pavillon sei eine wichtige Voraussetzung für den neuen Ansatz in Witzwil, mit Arbeit die Gefangenen gezielt zu fördern, heisst es in der Mitteilung auch. Bisher habe die Möglichkeit für vertiefte Eintrittsabklärungen gefehlt.

«Der Holzpavillon bildet das erste Fundament für die anschliessende Vollzugsarbeit nach arbeitsagogischen Grundsätzen», sagte der bernische Polizeidirektor Hans-Jürg Käser laut der Medienmitteilung.

In den offenen Anstalten Witzwil werden laut der Internetseite des Kantons Bern Strafen an erstmals eingewiesenen Männern sowie Rückfälligen in sechs offenen und einer geschlossenen Abteilung vollzogen. 190 Gefangene werden auf dem grössten Landwirtschaftsbetrieb der Schweiz beaufsichtigt und gefördert. (sda)

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