Luzern: Energieversorger CKW streicht 42 Stellen
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LuzernEnergieversorger CKW streicht 42 Stellen

Weil die Investitionen in die Stromnetz-Infrastruktur sinken, verlieren 42 Angestellte ihren Job. So begründen die Centralschweizerischen Kraftwerke einen Stellenabbau.

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sda/emi
Acht Mitarbeitende erhalten von der CKW die Kündigung.

Acht Mitarbeitende erhalten von der CKW die Kündigung.

Keystone/Gaetan Bally

Die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) bauen innerhalb von zwei Jahren 42 Stellen ab. Betroffen ist vor allem der Geschäftsbereich Netz. Acht Angestellte erhalten die Kündigung, der Rest soll über natürliche Fluktuation erfolgen.

Hintergrund für den Stellenabbau ist die fortschreitende Abnahme der Investitionen in die Stromnetzinfrastruktur. Die CKW hat laut eigenen Angaben bereits in den letzten Jahren viel in ein zukunftsfähiges Stromnetz investiert. Folge des Investitionsrückgangs ist allerdings, dass der Personalbestand angepasst werden muss, was den Abbau der Stellen bedinge.

Investitionen nehmen um 10 Millionen ab

Weil die CKW in der Vergangenheit ein starkes Netz ausbauen konnte – mit Investionen von 55 Millionen Franken jährlich – werden diese Gelder künftig laut CKW-Sprecher auf rund 45 Millionen Franken gesenkt. Die Investitionskosten müssen CKW zufolge aufgrund der bundesrätlichen Energiestrategie 2050 angepasst werden.

Die Qualität des Stromnetzes soll allerdings nicht darunter leiden: Für CKW-Kunden bleibe die hohe Versorgungssicherheit des Netzes erhalten, heisst es in der Mitteilung weiter.

2011 war ein CKW-Kunde im Schnitt alle 2,5 Jahre von einem Stromunterbruch von über drei Minuten betroffen. Heute liege die Zeitspanne laut CKW bei deutlich über drei Jahren. Die Stromversorgung der Kunden sei somit besser geworden. Weiter will die CKW die Netztarife für ihre Kunden «weitgehend konstant» halten.

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