Aktualisiert 23.08.2005 12:51

Engelberg überflutet und abgeschnitten

Der Obwaldner Tourismusort Engelberg bleibt voraussichtlich noch für Wochen von der Umwelt abgeschnitten.

Ein überschwappender Damm unterhalb des Dorfs löste im benachbarten Nidwalden Flutalarm aus. Auch Sarnen stand weiterhin unter Wasser.

Die Engelbergeraa trat praktisch auf der ganzen Länge über die Ufer und überschwemmte weite Teile des Engelbergertals, wie der Führungsstab des Kantons Obwalden mitteilte. Am Dorfeingang waren die Hauptstrasse wie auch das Bahntrassee schwer beschädigt. Die Strasse nach Engelberg dürfte für Wochen unterbrochen bleiben. Auch Telefon- und Mobiltelefon-Verbindungen waren unterbrochen. Engelberg war somit nur über den Luftweg erreichbar. Zur Verstärkung der einheimischen Hilfsmannschaften wurden am Dienstag 30 Armeeangehörige eingeflogen. 200 Menschen wurden evakuiert, 1.500 Touristen sassen fest.

Für zusätzliche Aufregung sorgte am Morgen die Meldung über einen Dammbruch im Gebiet Obermatt unterhalb von Engelberg. Die Nidwaldner Behörden lösten vorübergehend Flutalarm aus. Es stellte sich heraus, dass nur das Ausgleichsbecken eines Elektrizitätswerks übergeschwappt war.

Im Hauptort Sarnen blieb die Lage ebenfalls prekär. Grosse Teile standen unter Wasser. Im Kantonsspital wurden Keller und Erdgeschosse ausgepumpt. In Giswil war das Gebiet Diechtersmatt am stärksten betroffen. In Alpnach konnten 100 in der Nacht Evakuierte in ihre Häuser zurückkehren. Weiterhin waren weite Teile des Kantons Obwalden ohne Strom. (dapd)

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