St. Gallen: Engelgasse-Mord kurz vor Aufklärung?
Aktualisiert

St. GallenEngelgasse-Mord kurz vor Aufklärung?

Der Millionär Werner K.* ist 2004 kaltblütig erschlagen worden. Damals wurden 250 Personen überprüft – ohne Erfolg. Nach sechs Jahren hat sich jetzt der mutmassliche Täter gestellt.

von
tob
Der Tatort an der Engelgasse in St. Gallen. (tob)

Der Tatort an der Engelgasse in St. Gallen. (tob)

Die Suche nach dem Engelgasse-Mörder könnte bald zu Ende sein: Ein 65-jähriger Mann hat sich laut den «St. Galler Nachrichten» bei der Polizei selbst angezeigt. Er soll Werner K. am 20. April 2004 in St. Gallen getötet haben. Bei den Behörden will man dies bisher weder ­bestätigen noch dementieren: «Wir befinden uns in einer heiklen Ermittlungsphase», so Kapo-Sprecher Hans Peter Eugs­ter. Bei den Ermittlungen tappte die Polizei bisher im Dunkeln: Selbst eine Belohnung von 10 000 Franken und die Befragung von 250 Personen führten nicht zum Täter.

Das Opfer, Werner K., wohnte allein in einem Backsteinhaus an der Engelgasse. An einem Dienstagabend wollte ihn ein Bekannter besuchen. Er stieg die Treppe hoch, dann der Schock: K. lag tot im Kor­ridor – erschlagen mit einem Hammer. Laut «St. Galler Nachrichten» besass K. auch eine Liegenschaft in Thailand, wo er «Männerfreundschaften genoss». Einem Bekannten soll er anvertraut haben, dass er einen Erzfeind habe und sich vor ihm fürchten müsse. Ob es sich dabei um den 65-Jährigen handelt, ist noch unklar.

*Name der Redaktion bekannt (tob/20 Minuten)

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