05.01.2016 17:43

Neuer Beweis? Engländer sicher – Wembley-Tor war korrekt

Mit modernster Computertechnik will der TV-Sender Sky Sports UK bewiesen haben, dass das umstrittene Tor im WM-Final 1966 tatsächlich eines war.

von
kai

Die Szene sorgt seit 50 Jahren für Diskussionen. Drin oder nicht? WM-Final 1966 im Wembley, England gegen Deutschland. Es läuft die 101. Minute, als Geoff Hurst mit einem Schuss den deutschen Goalie Hans Tilkowski überwindet. Der Ball prallt von der Lattenunterkante auf den Boden, ehe ihn ein Verteidiger ins Aus spediert. Nach Absprache mit seinem Assistenten entscheidet der Schweizer Schiedsrichter Gottfried Dienst auf Tor – 3:2 für den Gastgeber. England gewinnt schliesslich 4:2 und feiert seinen ersten und bis heute letzten WM-Titel.

Die Originalbilder (Video unten) und zahlreiche Studien lassen eigentlich keine Zweifel offen: Der Ball war nicht vollständig hinter der Linie, der Treffer hätte also nicht zählen dürfen. Umso erstaunlicher ist, was der TV-Sender Sky Sports UK in der Sendung «Monday Night Football» mittels Computer-Animation herausgefunden haben will: Der Ball war drin.

Neue Technik, neues Resultat

Stuart Mawhinney von Sky Sports UK sagt gegenüber «Bild»: Wir haben alle Daten von damals – Kamerabilder, Abmessungen, Fotografien – in unser Analyse-Programm eingespeist und damit virtuelle Bilder von EA Sports erzeugt.» Den Einwand, dass dies schon andere zuvor getan hätten, will Mawhinney nicht gelten lassen. «In der Zwischenzeit ist die Computer- und Torlinien-Technologie extrem weit fortgeschritten und verfeinert worden», sagt er.

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