B.1.1.7 und N501Y in Luzern angekommen : Engländer steckt Verwandte bei Besuch mit Virusmutation an
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Mutationen in Luzern angekommen Engländer steckt Verwandte bei Besuch mit Virusmutation an

Im Kanton Luzern wurden vier Fälle der britischen Virusmutation nachgewiesen. In weiteren zehn Fällen wurde eine Mutation mit der Bezeichnung N501Y festgestellt.

von
Daniela Gigor
Der Kanton Luzern teilte am Montag mit, dass das mutierte Virus nachgewiesen wurde.

Der Kanton Luzern teilte am Montag mit, dass das mutierte Virus nachgewiesen wurde.

lu.ch

Darum gehts

  • Im Kanton Luzern wurden die ersten Corona-Fälle mit dem mutierten Virus festgestellt.

  • In vier Fällen wurde das britische Virus diagnostiziert. In weiteren zehn Fällen handelt es sich um eine weitere Mutation.

  • Laut dem Kantonsarzt wurden sofort die notwendigen Massnahmen getroffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

  • In Altersheimen wird auf freiwilliges Testen gesetzt.

Ein Besucher von den britischen Inseln hat eine Verwandte, die im Kanton Luzern lebt, mit dem neuen Coronavirus angesteckt. Bei der weiterführenden Analyse stellte sich heraus, dass es sich in beiden Fällen um die britische Mutation des Coronavirus mit der Bezeichnung B.1.1.7 handelt. Eine weitere in Deutschland lebende Person aus dem Verwandtschaftskreis, die sich im selben Haushalt aufhielt, erkrankte ebenfalls. Auch bei ihr wurde die britische Virusmutation nachgewiesen. Beide im Ausland lebenden Personen kehrten nach Ablauf der Isolation wieder in ihre Herkunftsstaaten zurück, teilte der Kanton Luzern am Montag weiter mit.

Luzerner steckte sich in St. Moritz an


Auch bei einer weiteren Person, die ebenfalls im Kanton Luzern lebt, wurde die britische Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Diese Person hielt sich vorgängig in St. Moritz auf, wo sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dem Coronavirus angesteckt hatte, so der Kanton. Der Ehepartner wurde ebenfalls positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Bei dieser Person wurde eine andere Mutation festgestellt. Diese wird als N501Y bezeichnet und sie soll eine hohe wechselseitige Beziehung zur britischen Virusvariante B.1.1.7 aufweisen.

Total wurden im Kanton Luzern - Stand Montagmorgen - zehn Fälle der Mutation N501Y nachgewiesen. «In allen nachgewiesenen Fällen eines mutierten Virus wurden umgehend die notwendigen Massnahmen getroffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern», so der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall. In den bisher nachgewiesenen Fällen ergab sich der Verdacht auf eine mögliche Virusmutation entweder über die Befragung im Rahmen des Contact Tracings oder aufgrund von Kontakten zu Indexpersonen mit einer bestätigten Virusmutation.

Präventives und freiwilliges Testen in den Alters- und Pflegeheimen

Auf Initiative von Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartments, können sich Bewohner, Personal und Besucher von Alters- und Pflegeheimen per sofort auf freiwilliger Basis Schnelltests unterziehen. Mit den Schnelltests werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen sollen asymptomatische, mit dem Coronavirus infizierte Personen frühzeitig erkannt und isoliert werden. Zum anderen liefern die Schnelltests eine epidemiologische Momentaufnahme, die dazu dient, infizierte Personen rasch zu erkennen und eine Ansteckung von mehreren Bewohnern und Mitarbeitern zu verhindern. Edith Lang, Leiterin der Dienststelle Soziales und Gesellschaft: «Diese Schnelltests in den Alters- und Pflegeheimen sind ein weiteres hilfreiches Instrument, um die besonders gefährdeten Personen zu schützen.»

Nach einer Woche werden die gesammelten Erfahrungen ausgewertet und über das weitere Vorgehen entschieden. Die anfallenden Testkosten werden nach Inkrafttreten der Covid-19-Verordnung ab 28. Januar durch den Bund vergütet.

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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