Bruchbude: Engländer warnt mit Plakat vor Hauskauf
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BruchbudeEngländer warnt mit Plakat vor Hauskauf

Pfusch am Bau: Das Haus eines Engländers ist eine Bruchbude. Mit einem Plakat will der Familienvater andere Käufer vor der Baufirma warnen.

von
mst
Mike Firth hat seit einigen Tagen ein Plakat an seinem Haus hängen. Darauf warnt er potenzielle Käufer vor solchen Häusern in der Siedlung.

Mike Firth hat seit einigen Tagen ein Plakat an seinem Haus hängen. Darauf warnt er potenzielle Käufer vor solchen Häusern in der Siedlung.

Mike Firth / Facebook
Auf dem Plakat steht: «Denken Sie darüber nach, ein Haus in dieser Siedlung zu kaufen? Sie können gerne bei mir klopfen und sich mein Haus ansehen. Die Probleme nehmen kein Ende, der Besuch könnte Ihnen viele Pfund sparen. #newbuildnightmare.»

Auf dem Plakat steht: «Denken Sie darüber nach, ein Haus in dieser Siedlung zu kaufen? Sie können gerne bei mir klopfen und sich mein Haus ansehen. Die Probleme nehmen kein Ende, der Besuch könnte Ihnen viele Pfund sparen. #newbuildnightmare.»

Mike Firth / Facebook
Der 31-jährige Engländer kaufte sein Haus für 220'000 Pfund, umgerechnet fast 280'000 Franken. Dafür bekam er unregelmässige Backsteinwände, ...

Der 31-jährige Engländer kaufte sein Haus für 220'000 Pfund, umgerechnet fast 280'000 Franken. Dafür bekam er unregelmässige Backsteinwände, ...

Mike Firth / Facebook

Es sollte das erste eigene Haus für Mike Firth, seine Partnerin und die drei Kinder werden: Ein Traumhaus, in dem die Familie viele schöne Stunden verbringen wollte. Die Firths haben die Rechnung dabei aber ohne die schlampige Arbeit des Bauunternehmens gemacht.

Unprofessionelle Arbeit

Mike Firth (31) kaufte das 4-Zimmer-Haus Anfang 2017. Das Gebäude befindet sich in der Siedlung Sycamore Gardens in Castleford, West Yorkshire, in England. Er bezahlte dafür 220'000 Pfund, rund 280'000 Franken.

Nach dem Einzug im April 2017 fielen der Familie sofort diverse Mängel auf: Die Backsteinwände waren unregelmässig, in der Dusche waren falsche Löcher gebohrt worden, durch die Wasser tropfte, die Malerarbeiten waren mangelhaft und diverse undichte Stellen waren schlicht mit grossen Mengen Montageschaum «repariert» worden.

Andere Käufer warnen

Trotz mehrfacher Nachfrage hat das Bauunternehmen in den vergangenen 16 Monaten wenig gemacht. Zwar seien Handwerker gekommen, sie hätten die Lage aber entweder verschlimmert oder improvisiert: Ein zu langes Treppengeländer sei beispielsweise einfach abgesägt worden. Da das Bauunternehmen in der Siedlung noch diverse andere Häuser verkaufte, beschloss Firth zu handeln.

Seit einigen Tagen hängt an seinem Haus ein Plakat. Darauf steht: «Denken Sie darüber nach, ein Haus in dieser Siedlung zu kaufen? Sie können gerne bei mir klopfen und sich mein Haus ansehen. Die Probleme nehmen kein Ende, der Besuch könnte Ihnen viele Pfund sparen. #newbuildnightmare.»

Bauunternehmen will nun angeblich doch helfen

«Hätte ich den Zustand des fertigen Hauses gesehen, bevor ich es gekauft habe, wäre ich wohl vom Vertrag zurückgetreten. Jetzt möchte ich nur noch, dass das Bauunternehmen uns hilft. Ich habe für einen Neubau bezahlt und bekomme hier ein Flickwerk. Das ist einfach nicht fair», sagt Mike Firth gegenüber der englischen Zeitschrift «Mirror».

«Ich habe schon so viel Zeit verschwendet, um auf Handwerker zu warten, die entweder nie aufgetaucht oder wieder gegangen sind, ohne ihre Arbeit zu beenden», so der 31-Jährige weiter. Auf diverse Medienanfragen reagierte das Bauunternehmen dann doch: «Man werde sich direkt mit dem betroffenen Käufer in Verbindung setzen und die gewünschten Arbeiten vornehmen», lässt sich ein Sprecher zitieren.

Das dürfte dringend nötig sein: Bei Facebook gibt es eine Gruppe mit fast 10'000 Mitgliedern, die sich über die Methoden und Arbeitsweise dieses Bauunternehmens aufregen und die Firma anprangern.

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