Aktualisiert 16.02.2004 15:27

England: 85 000 Angestellte streikten

In Grossbritannien haben rund 85 000 Arbeiter und Angestellte des öffentlichen Dienstes am Montag die Arbeit für 48 Stunden niedergelegt.

Grund für den grössten Streik in diesem Sektor seit 13 Jahren sind Forderungen nach höheren Löhnen und die Angst um Arbeitsplätze.

Von dem Ausstand waren in erster Linie Arbeits- und Sozialämter betroffen. Wegen des Streiks konnten aber auch etwa 5000 Führerscheinprüfungen nicht abgelegt werden. Die Bediensteten begannen mit dem Streik, nachdem Lohnverhandlungen zuvor erfolglos beendet worden waren.

Nach Angaben des Chefs der Gewerkschaft PCS, Mark Serwotka, beträgt das Anfangsgehalt in der britischen Arbeits- und Rentenverwaltung umgerechnet rund 14 000 Euro pro Jahr. Ein Viertel aller im öffentlichen Dienst Beschäftigten verdiene weniger als 15 200 Euro jährlich.

Ein Sprecher der Verwaltung nannte den Streik unvertretbar. Unter dem Ausstand litten Arbeitslose, Rentner und die Bezieher von Kindergeld. Der Ärger der Arbeiter wurde noch durch Berichte verstärkt, wonach eine Untersuchung im Auftrag der Regierung zu dem Schluss kam, im öffentlichen Dienst sollten 80 000 Stellen gestrichen werden.

(sda)

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