Corona in Grossbritannien: Neue Virus-Mutation in England ist «besorgniserregend»
Publiziert

Corona in GrossbritannienNeue Virus-Mutation in England ist «besorgniserregend»

Die englische Variante des Corona-Virus verändert sich weiter. Zwei neue Mutationen wurden festgestellt. Bis jetzt sind die Ansteckungen noch gering.

1 / 3
In England sind zwei neue Mutationen vom britischen Corona-Virus bekannt. 

In England sind zwei neue Mutationen vom britischen Corona-Virus bekannt.

Yui Mok/PA Wire/dpa
Nach derzeitigem Wissensstand sind verfügbare Vakzine auch gegen die Mutationen wirksam. 

Nach derzeitigem Wissensstand sind verfügbare Vakzine auch gegen die Mutationen wirksam.

AFP
Der Wirkstoff von AstraZeneca soll für die britische Variante wirken, bei der südafrikanischen Variante bestehen noch Zweifel.

Der Wirkstoff von AstraZeneca soll für die britische Variante wirken, bei der südafrikanischen Variante bestehen noch Zweifel.

AFP

Darum gehts

  • Das britische Corona-Virus mutiert weiter.

  • Zwei neue Abänderungen wurden festgestellt.

  • Sie werden genau beobachtet.

Die britische Variante des Corona-Virus B.1.1.7 mutiert weiter. Zwei davon wurden nachgewiesen, im Raum von Bristol und Liverpool. Das Gesundheitsministerium in London teilte am Dienstagabend mit, dass die zuerst in Bristol entdeckte Mutante als «besorgniserregend» eingestuft wurde. Die Variante aus Liverpool wird vom Gesundheitsministerium derzeit beobachtet. Von beiden Mutanten zusammen wurden in Grossbritannien bislang 76 Fälle nachgewiesen. Beide Städte wurden von der Regierung zu Gebieten hinzugefügt, in denen große Mengen von Community-Tests durchgeführt werden.

Diese weisen eine bereits bekannte, zusätzliche Veränderung des Erbguts auf: die sogenannte E484K-Mutation. Diese Erbgutveränderung des Virus ist den Wissenschaftlern schon von der südafrikanischen und der brasilianischen SARS-CoV-2-Variante bekannt. Sie vermuten, dass diese für eine verminderte Immunreaktion verantwortlich ist für Menschen, die bereits eine Coronavirus-Infektion durchgemacht haben oder geimpft wurden.

Impfstoff soll gegen Mutation wirken

«Mit dem, was wir über die Infektiosität von B.1.1.7 wissen, der dominanten Variante in Grossbritannien, beobachten wir das mit besonderer Sorgfalt», sagte Susan Hopkins von der Gesundheitsbehörde Public Health England zu Reportern. Sie schränkte jedoch ein, dass die E484K-Mutation seit vergangenem April in unterschiedlichen Varianten immer wieder aufgetreten und dann wieder verschwunden sei.

Die ursprüngliche britische Mutation B.1.1.7 wies bislang die Mutation E484K nicht auf, kann sich aber dank anderer Veränderungen schneller ausbreiten als die weltweit vorherrschende Variante. Gegen sie wirken aber nach ersten Erkenntnissen die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Oxford/AstraZeneca. Zweifel gibt es jedoch inzwischen an der Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs bei der südafrikanischen Variante, zumindest bei milden und moderaten Fällen.

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(dpa)

Deine Meinung