Aktualisiert 10.06.2009 14:37

WM 2010England setzt zum zweitletzten Schritt an

Mit sieben WM-Qualifikations-Spielen beendet der europäische Fussball am Mittwoch seine Saison. Weitere Entscheidungen nach der Qualifikation Hollands sind noch nicht fällig. Selbst England wäre mit dem siebten Sieg im siebten Spiel (gegen Andorra) noch nicht am Ziel.

In der Gruppe 6 gewann England am Samstag in Kasachstan 4:0, Andorra unterlag zur gleichen Stunde in Weissrussland 1:5. Natürlich erwarten die Fans im Wembley nun einen hohen Sieg. Abwehrchef John Terry war vor dem Spiel jedoch bemüht, die Erwartungen nicht zu hoch fliegen zu lassen. «Wenn man denkt, es geht ganz leicht, wirds oft ganz schwierig», so der Verteidiger von Chelsea. «Die Kleinen werden von Spiel zu Spiel besser, sie stellen sich besser auf den Gegner ein und wissen, wie man den grossen Favoriten begegnet.»

Terry und seine Mitspieler wissen, wovon sie reden: im «Auswärtsspiel» in Barcelona, zu welchem 10 000 englische Supporter mitgereist waren, gewannen sie im letzten Herbst nur mühsam 2:0. Zur Halbzeit hatte Andorra noch ein 0:0 gehalten. Trotzdem ist von einem weiteren englischen Sieg auszugehen. Es wäre der zweitletzte Schritt der «Three Lions» auf dem Weg nach Südafrika. Im schlechtesten Fall braucht England noch sechs Punkte zur Qualifikation.

Schweden unter Druck

Prekär ist dafür die Situation für Schweden, das riskiert, nach fünf Teilnahmen in Folge, ein grosses Turnier zu verpassen. Vier Tage nach dem 0:1 in Stockholm gegen Leader Dänemark müssen die Skandinavier in der Gruppe 1 in Göteborg gegen den Tabellenletzten Malta gewinnen. Dank den drei budgetierten Punkten würde der Rückstand auf die zweitklassierten Ungarn auf vier Punkte reduziert. Trotzdem verbessert ein Sieg gegen die Aussenseiter von der Mittelmeer-Insel Schwedens Ausgangslage nur marginal. Im Herbst stehen nämlich noch die Auswärtsspiele gegen die topklassierten Dänemark und Ungarn an.

Finnland und Russland hoffen

Ein anderes nordisches Team hat Südafrika derweil noch längst nicht aus den Augen verloren. In der Gruppe 4 könnte Finnland im Heimspiel gegen Russland auf Platz 2 vorrücken. Allerdings waren die FCZ-Spieler Hannu Tihinen und Veli Lampi mit ihren Teamkollegen dem EM-Halbfinalisten im ersten Duell nicht gewachsen. 0:3 verloren die Finnen im vergangenen Oktober in Moskau; Lampi unterlief dabei sogar ein Eigentor.

Die Russen dagegen könnten sich mit einem Sieg in eine viel versprechende Ausgangslage bringen. Der Rückstand auf Leader Deutschland würde auf einen Zähler verringert - und am 10. Oktober empfängt Russland die DFB-Auswahl in Moskau zum «Gruppen-Final».

(si)

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