WM-Vergabe: England wittert abgekartetes Spiel
Aktualisiert

WM-VergabeEngland wittert abgekartetes Spiel

Einen Tag nach der Niederlage tauchen in englischen Medien erste Details zur WM-Vergabe auf. Russlands Sieg soll schon 24 Stunden vor der Wahl fix gewesen sein.

von
tog
England im Regen - zwei Stimmen, damit hätte niemand gerechnet.

England im Regen - zwei Stimmen, damit hätte niemand gerechnet.

Nach einer Quelle der «Sun», welche sich «in der Nähe des Bewerbungs-Prozesses» befunden haben soll, frohlockte Russlands Kampagnen-Chef, der ehemalige Diplomat Alexey Sorokin, bereits 24 Stunden vor Wahl – und liess es die englische Delegation wissen.

Nun wittern die Engländer Verrat – vor allem von Seiten von Jack Warner, den man im Vorfeld bekniete, nachdem er von der BBC-Sendung «Panorama» erneut bezichtigt wurde, sich mit Schwarzmarktdeals bereichert zu haben. Das Team um Andy Anson, Prinz William, David Beckham und Premier Cameron glaubte mindestens sechs Stimmen in der Tasche zu haben, drei davon von Warners Föderation Concacaf. Am Ende waren es zwei – eine davon vom eigenen Delegierten.

Spaniens Messer in den Rücken

Englands Bürde, eine unabhängige Medienlandschaft zu besitzen, die auch kurz vor der Vergabe nicht davor zurückschreckte, die Machenschaften der Fifa-Oberen unter die Lupe zu nehmen, wurde von der spanischen Delegation gnadenlos ausgenutzt. «Sie haben genug Verleumdung gehört. Dieser Wahlprozess ist sauber», säuselte der spanische Delegierte Angel Maria Villar Llona vor dem Exekutivkomitee. Spanien wurde im Vorfeld eine Absprache mit Katar vorgeworfen – die von den Asiaten nicht dementiert wurde.

In England muss man sich damit trösten, dass der Delegation niemand Korruption vorwerfen kann - und mit der Tatsache, eine unabhängige Medienlandschaft zu besitzen.

Die grosse WM-Umfrage

Wie stehen Sie zur Wahl der Austragungsorte der Fussball-WM 2018 und 2022? Und an wen hätten Sie die Spiele vergeben? Nehmen Sie teil an der grossen Umfrage!

Hier gehts zur .

Deine Meinung