Aktualisiert 11.08.2009 16:05

Internationale SchuleEnglisch-Tagesschule startet mit zehn Schülern

Die International School (ISSG) St. Gallen nimmt am 18. August ihren Betrieb auf. Gestartet wird statt mit 25 wie geplant nur mit zehn Schülerinnen und Schülern.

«Wichtig ist, dass wir starten können», sagt Projekleiter Simon Dörig. In Kreuzlingen TG habe die private englischsprachige Tagesschule vor fünf Jahren mit fünf Kindern begonnen. Inzwischen seien es 70 Schüler.

Die ersten zehn Kinder, die am kommenden Dienstag mit dem Unterricht beginnen, sind zwischen vier und zehn Jahre alt. Die ISSG St. Gallen habe sich zum Ziel gesetzt, nach fünf Jahren 60 Schüler zu haben, sagte Dörig.

Die Schule will vorerst einen Kindergarten und eine Primarschule mit Unterricht in englischer Sprache anbieten. Später sollen weitere Schulstufen hinzukommen. Der Lehrplan entspricht den Standards der International Baccalaureate Organization (IBO), doch auch der Lehrplan des Kantons St. Gallen wird berücksichtigt.

Dies soll den Schülerinnen und Schülern beim Umzug der Familien einen problemlosen Wechsel in Schulen anderer Kantone oder im Ausland ermöglichen.

Finanzielle Starthilfe vom Kanton

Die Internationale Schule St. Gallen erhält vom Kanton eine Million Franken als Starthilfe während der ersten fünf Jahre. Eine internationale Schule sei ein wichtiger Standortfaktor, hiess es von Seiten der St. Galler Regierung.

Nach dem erfolgreichen Aufbau der «International School Rheintal» in Buchs SG soll auch in der Kantonshauptstadt eine solche Schule von einer Anschub-Finanzierung des Kantons profitieren. Auch die Stadt St. Gallen und die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden haben Beiträge in Aussicht gestellt.

Die geplante Anschubfinanzierung der Internationalen Schule St. Gallen wirft kritische Fragen auf. Die SP-Kantonsrätin Anita Blöchlinger Moritzi stellte in einem Vorstoss die Grunddsatzfrage zur staatlichen Förderung von Privatschulen.

Blöchlinger Moritzi will wissen, ob die Förderung von Privatschulen mit Staatsgeldern echte Wirtschaftsförderung sei und wie sich das mit einem gut etablierten öffentlichen Bildungswesen vertrage. (sda)

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