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FC Marine verliert gegen Tottenham Englischer Amateurclub verkauft über 30’000 virtuelle Cup-Tickets

Der FC Marine spielt in der achten Liga Englands. Im Cup gegen Tottenham hatte der Provinzclub keine Chance, er konnte dennoch auf grosse Unterstützung zählen.

von
Erik Hasselberg

Darum gehts

  • FC Marine spielt in der achten Liga Englands und steckt aufgrund der Corona-Pandemie in finanziellen Schwierigkeiten.

  • Am Sonntag traf der Club aus der Provinz im Cup auf Tottenham.

  • Für das Duell, das 0:5 verloren ging, hatte der Verein im Vorfeld über 30’000 virtuelle Tickets verkauft.

Der englische Achtligist FC Marine hat für das Cupspiel gegen den Premier-League-Club Tottenham Hotspur mehr als 30’000 virtuelle Eintrittskarten verkauft. Das teilte der Amateurclub nach dem Spiel am Sonntag mit, das Marine mit 0:5 verloren hatte. «Endstand: Marine 0, Tottenham 5. Zuschauer: 30’697», twitterte der Verein aus Crosby in der Nähe von Liverpool, der als Ziel 6000 ausgegeben hatte.

Im Stadion, das ohnehin nur knapp 3200 Zuschauer fasst, waren keine Fans erlaubt, was die Anhänger nicht daran hinderte, der Anreise des Cars des Heimteams zahlreich beizuwohnen. Und sich dabei nicht an die geltenden Corona-Regeln zu halten, wie Videos in den sozialen Netzwerken belegen. Das Spiel selber schauten sich dann einige Fans durch den Zaun und aus den Fenstern der umliegenden Häuser an.

«Absolut fantastische Unterstützung»

Der FC Marine spielt in der achtklassigen Northern Premier League Division One North West. Wegen der Coronavirus-Pandemie steckt der 1894 gegründete Club finanziell in Not. Die virtuellen Tickets konnten Fans für 10 Pfund online erwerben, um Marine zu unterstützen. Auch zahlreiche Tottenham-Fans kauften die Karten. Spurs-Coach José Mourinho und TV-Moderator Gary Lineker sollen ebenfalls virtuelle Tickets erworben haben. «Absolut fantastische Unterstützung», schrieb der krasse Cup-Aussenseiter bei Twitter. «Danke an die Fussballwelt und die Spurs.»

Bereits im Vorfeld der Partie konnte der Achtligist auf Unterstützung zählen und sich als Proficlub fühlen. Dies, weil er vom FC Liverpool Hilfe bekam. Einerseits in der Form von zur Verfügung gestelltem Videomaterial, andererseits dem Vereinsgeländer der «Reds», das der Provinzclub nutzen durfte.

(DPA)

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6 Kommentare
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Der Achtligist

11.01.2021, 17:03

Mindestens einmal hätte die eigentliche Liga erwähnt werden können.