Aktualisiert 25.09.2014 19:58

FC Thun

Engpass in der Abwehr

Thun fordert am Samstag Leader Basel. Für Abwehrchef Nicolas Schindelholz ist das Gastspiel im St.-Jakob-Park ein Heimspiel.

von
Peter Berger

Thun gehen die Innenverteidiger aus. Kaum ist Fulvio Sulmoni wieder genesen, fällt Thomas Reinmann aus. Der Abwehrpatron zog sich am Dienstag beim 3:2 gegen Luzern (Siegestorschütze Sulmoni) eine Adduktorenverletzung zu. Der Oberaargauer fällt aus. Ebenfalls nicht verfügbar ist Lukas Schenkel. «Ich muss abwarten, wie die Medikamente wirken», sagt der Steffisburger. Schenkel leidet an einer Entzündung am Ansatz der Wirbelsäule.

Damit verfügt Trainer Urs Fischer vor dem Spiel am Samstag in Basel noch über zwei zentrale Abwehrspieler: Schindelholz und Sulmoni. Das ist knapp, auch wenn bei Bedarf die defensiven Mittelfeldspieler Michael Siegfried oder Dennis Hediger eine Reihe weiter hinten einspringen können.

Basler WG

Die Personalsorgen trüben die Vorfreude bei Schindelholz aber nicht. Der Basler freut sich auf den Auftritt im St.-Jakob-Park: «Auch wenn es nicht mein erster Auftritt ist, bleibt ein Spiel in Basel immer speziell. Schliesslich habe ich meine Juniorenzeit beim FCB verbracht.» Der 26-Jährige war 2009 vom U21-Team der Bebbi nach Thun gewechselt und stellte zeitweise mit Trainer Murat Yakin, Timm Klose, Giuseppe Morello und Muhamed Demiri eine beachtliche Basler Fraktion im Berner Oberland. Unter anderem mit Klose (heute Wolfsburg) und Demiri (St. Gallen) bildete Schindelholz in Thun auch eine Wohngemeinschaft. «Mittlerweile wohne ich aber alleine. Das ist ganz gut so.»

Hohe Ambitionen

Derzeit ist Schindelholz der einzige Basler im Team. Die Ambitionen sind deshalb nicht kleiner geworden. «Wir erwarten ein schwieriges Spiel, wollen aber auch gegen den FCB punkten», sagt Schindelholz. Dass der FCT nach neun Runden nur fünf Punkte hinter dem Leader liegt, ist nach all den Abgängen im Sommer (Zuffi, Sanogo, Marco Schneuwly und Lüthi) erstaunlich. «Ja», gibt Schindelholz zu, betont jedoch, «wir haben indes auch guten Fussball gezeigt und stehen nicht unverdient dort oben.» Eine Prognose lässt sich Schindelholz aber nicht entlocken. «Wir sehen am Samstag, was rauskommt.»

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