Aktualisiert 06.02.2008 22:50

Enkel Chomeinis darf nicht ins Parlament

Der iranische Wächterrat hat einen Enkel von Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini von der Parlamentswahl ausgeschlossen.

Die Entscheidung sei ihm nicht begründet worden, sagte der als Reformer geltende Ali Eschraghi.

«Meine Nachbarn erzählten mir, dass sie über mein Privatleben ausgefragt wurden. Sie wurden gefragt, ob ich mich rasiert habe, bete, faste oder rauche», wurde Eschraghi von der Tageszeitung «Kargozaran» weiter zitiert.

Im Iran überprüft der von den Konservativen dominierte Wächterrat Bewerber um einen Parlamentssitz auf ihre politische und religiöse Eignung. Reformer beschuldigen das Gremium regelmässig, sie bei diesem Prozess zu benachteiligen.

Die Reformkräfte im Iran hatten die letzten Parlamentswahl 2004 verloren. Damit wurde der für den Sieg Mahmud Ahmadinedschads bei der Präsidentenwahl im darauffolgenden Jahr geebnet. Die Wahl am 14. März gilt als Stimmungstest für das konservative Lager Ahmadinedschads. Die nächste Präsidentenwahl ist 2009.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.