Konolfingen BE: Entflohene Kälber bereiten Bauer Kopfzerbrechen
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Konolfingen BEEntflohene Kälber bereiten Bauer Kopfzerbrechen

Bauer Bernhard Burren versucht seit vier Tagen, seine ausgebüxten Kälber zu erwischen. Die Tiere zotteln durch die Wälder um Konolfingen.

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cho
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Ein Bauer aus Konolfingen vermisst seine zwei schottischen Hochlandrinder, die erst einige Monate alt sind.

Ein Bauer aus Konolfingen vermisst seine zwei schottischen Hochlandrinder, die erst einige Monate alt sind.

Bernost.ch
Die Rasse stammt aus dem Nordwesten Schottlands, die Tiere gelten allgemein als besonders gutmütig ...

Die Rasse stammt aus dem Nordwesten Schottlands, die Tiere gelten allgemein als besonders gutmütig ...

Keystone/Manuel Lopez / Symbolbild
... und erfreuen sich grosser Beliebtheit – besonders als Kälber.

... und erfreuen sich grosser Beliebtheit – besonders als Kälber.

Arthur Edwards / Symbolbild

Lange konnte Burren seine Kälber noch nicht geniessen: «Wir haben die zwei Kälber erst vor etwas über zwei Wochen gekauft», sagt der Landwirt. Seit vier Tagen sucht er sie täglich fieberhaft. Die Hochlandkälber sind am Freitag ausgerissen. «Als ich den Motormäher startete, sind die Kälber so erschrocken, dass sie den Zaun durchbrachen und in den Wald rannten», sagt Burren.

Auch wenn die Tiere erst etwas über sechs Monate alt seien, würden sie ihre kurzen Beine schnell tragen – Burren hatte keine Chance, die Kälber einzuholen. Seither würden sie durch den Wald streifen. «Die beiden sind zeitweise bis ins benachbarte Tägertschi gelangt», erklärt der Landwirt.

Schuss mit dem Betäubungsgewehr

Bereits mehrere Bauern aus der Region hätten die Hochlandkälber gesichtet: «Am Morgen grasen sie meist friedlich auf einer Wiese.» Bisher sei jedoch jeder Versuch, die Tiere wieder einzufangen, gescheitert. Burren steht in Kontakt mit der Kantonspolizei Bern und dem zuständigen Wildhüter. Die Beteiligten hätten sogar den Einsatz eines Betäubungsgewehrs in Betracht gezogen. «Dafür muss der Wildhüter jedoch 30 bis 20 Meter zum Kalb heran – da versuche ich es lieber von Hand einzufangen», sagt der Bauer.

Wegen Sohn gekauft

Burren ist zuversichtlich, das entflohene Duo früher oder später zu erwischen – die Zeit spiele nicht gegen ihn: «Den Kälbern kann nichts passieren. Sie haben keine natürlichen Feinde und finden derzeit massenhaft Nahrung in der Umgebung.» Ausserdem gebe es Bäche um den Hof herum und die Kälber hätten einander: «Sie weichen sich nicht von der Seite.»

Es ist das erste Mal, dass Bauer Burren Hochlandkühe hält: «Mein Sohn ist ein grosser Fan der Tiere, also habe ich zwei gekauft, damit wir sie gemeinsam aufziehen können.»

Haben Sie die Tiere von Bernhard Burren gesichtet? Melden Sie sich unter der Telefonnummer 031 791 07 46.

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