Odyssee beendet: Entführte Mädchen aus Ägypten zurückgekehrt
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Odyssee beendetEntführte Mädchen aus Ägypten zurückgekehrt

Zwei im Jahre 2014 von ihrem Vater nach Ägypten entführte Mädchen sind wieder ins Berner Oberland zurückgekehrt.

von
chk
Hat ihre beiden Kinder Nuran und Sarah wieder bei sich in der Schweiz: Karin Amin-Trachsel. (Archivbild)

Hat ihre beiden Kinder Nuran und Sarah wieder bei sich in der Schweiz: Karin Amin-Trachsel. (Archivbild)

Viereinhalb Jahre nachdem die zwei Interlakner Mädchen Nuran und Sarah Amin-Trachsel von ihrem damals 39-jährigen Vater nach Ägypten entführt worden sind, konnten die beiden heute sieben und neun Jahre alten Kinder in der Nacht auf Sonntag wieder ins Berner Oberland zurückkehren, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

Der Grossvater der beiden Mädchen, der in Wilderswil wohnhafte Kurt Trachsel, verkündete die Nachricht Facebook.

In Ägypten gefangen

Die Mutter der beiden Mädchen, Karin Amin-Trachsel (35) hielt sich im Jahr 2016 während acht Monaten in Ägypten auf.

Dort war es ihr gelungen, sich das Sorgerecht für ihre Kinder zu erkämpfen. Diese Bemühungen hatten sie Hunderttausende von Franken gekostet und ihr Morddrohungen gegen sie und ihre Kinder eingebracht. Mit den Kindern ausreisen durfte die Mutter nach ägyptischem Recht nicht.

Einmal gelang es ihr, mit den Töchtern auf die Schweizer Botschaft zu fliehen. «Ich dachte, ich hätte es geschafft. Doch die Schweizer Behörden sagten, sie dürften mich ohne Dokumente der Kinder nicht ausreisen lassen, und auch eine Namensänderung von Amin auf Trachsel und neue Reisepässe kamen nicht infrage», sagte Karin Amin-Trachsel nach ihrer Rückkehr vor zweieinhalb Jahren gegenüber der «Berner Zeitung».

EDA bestätigt Rückkehr

Die Umstände, welche nun zur Rückkehr von Nuran und Sarah geführt haben, sind bis dato ebenso unbekannt wie der gesundheitliche Zustand der beiden Mädchen.

Das Sorgerecht sei ihr durch ein ägyptisches Gericht zugeteilt worden. «Darauf hin konnte die Rückkehr in die Schweiz erfolgen. Weitere Angaben können aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes nicht gemacht werden», so Farago.

Übernommen von der «Berner Zeitung», bearbeitet von 20 Minuten.

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