Entführter israelischer Soldat lebt
Aktualisiert

Entführter israelischer Soldat lebt

Der vor fast zwei Jahren von Palästinensern verschleppte israelische Soldat Gilad Schalit ist nach Angaben der Hamas am Leben.

«Wir behandeln ihn gut», sagte Hamas-Chef Chaled Meschaal am Montag dem britischen Fernsehsender Sky News.

Der damals 19-Jährige war im Juni 2006 bei einem Überfall palästinensischer Kämpfer auf einen israelischen Militärstützpunkt entführt worden.

Für seine Freilassung verlangt die radikal-islamische Hamas, dass knapp 1400 Palästinenser aus israelischen Gefängnissen freikommen. Israel lehnt dies ab. Der im syrischen Exil lebende Hamas-Chef warf Israel vor, diese Gefangenen «sehr schlecht zu behandeln».

Angebot zum Waffenstillstand

In dem Fernsehinterview erneuerte Meschaal das Angebot der Hamas, auf Angriffe auf Israels Zivilbevölkerung zu verzichten. Voraussetzung sei, dass Israel seinerseits von Angriffen auf palästinensische Zivilisten absehe. Ein ähnliches Angebot hatte die Hamas bereits vor zehn Jahren ein erstes Mal unterbreitet.

Die Hamas kontrolliert seit Juni des vergangenen Jahres den Gazastreifen, nachdem sie die Fatah von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas vertrieben hatte. Abbas entliess daraufhin die von der Hamas dominierte Einheitsregierung und führt nun Friedensgespräche mit Israel, die von den USA unterstützt werden.

Derzeit bemüht sich US-Aussenministerin Condoleezza Rice auf einer Reise in die Region erneut um Fortschritte im Nahost-Friedensprozess.

(sda)

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