Aktualisiert 04.05.2006 10:30

Entführter Ruben: Mutter vor Bundesgericht abgeblitzt.

Die Mutter des sechsjährigen Ruben ist mit einem Gesuch zur Revision des Rückführungsentscheides für ihren Sohn erfolglos geblieben. Seit August 2004 ist sie mit dem Kind untergetaucht.

Das Bundesgericht ist auf ihre Beschwerde gegen den Entscheid des Luzerner Obergerichts nicht eingetreten.

Die frühere Schweizer Radrennfahrerin hatte im vergangenen Januar beim Luzerner Obergericht ein Revisionsgesuch eingereicht. Sie hatte beantragt, dass der Entscheid zur Rückführung des von ihr entführten Kindes zu seinem Vater in Italien aufzuheben sei.

Mangelhafte Begründung

Das Obergericht hatte das Gesuch jedoch abgewiesen, da sie keine neuen Tatsachen vorgebracht habe, die eine Vollstreckung des Rückführungsentscheides als unzumutbar erscheinen liessen. Das Bundesgericht ist auf ihre dagegen erhobene Beschwerde nun wegen mangelhafter Begründung gar nicht erst eingetreten.

Die Mutter hatte den beim Vater lebenden Ruben im Dezember 2003 aus Italien entführt. Im Juli 2004 verpflichtete sie das Luzerner Obergericht, ihren Sohn bis zum 31. Juli 2004 zum Vater nach Italien zu bringen, was vom Bundesgericht bestätigt wurde. Seit August 2004 ist sie mit dem Kind untergetaucht.

Gegen die Mutter wurde ein Verfahren wegen Entführung eingeleitet. Im Spätherbst 2004 wurde sie auch international zur Verhaftung ausgeschrieben. Der Fall hatte in Italien grosses Aufsehen erregt. Der Vater hatte Ende August 2004 vor der Schweizer Botschaft in Rom einen Hungerstreik begonnen. (sda)

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