Aktualisiert 09.10.2012 13:16

Übereifrige Krimi-FansEntführung nachgespielt - Anzeige kassiert

Weil Passanten gestern eine Entführung meldeten, löste die Stadtpolizei Zürich sofort eine Grossfahndung aus. Als sie zwei junge Männer schnappte, stellte sich heraus: Sie hatten die Szene nur gespielt.

von
dwi
Mit Waffengewalt sei eine Person in ein Auto gezerrt worden, meldeten am Montagabend besorgte Passanten der Polizei. Diese löste eine Grossfahndung aus und schnappte sich kurz darauf zwei junge Männer. Es stellte sich heraus: Die Krimi-Fans hatten die Szene bloss gespielt.

Mit Waffengewalt sei eine Person in ein Auto gezerrt worden, meldeten am Montagabend besorgte Passanten der Polizei. Diese löste eine Grossfahndung aus und schnappte sich kurz darauf zwei junge Männer. Es stellte sich heraus: Die Krimi-Fans hatten die Szene bloss gespielt.

Krimi-Szenen im Zürcher Kreis 1: Am Montagabend gegen 21 Uhr meldeten mehrere Passanten eine Entführung vor einem Hotel an der Beethovenstrasse. Die Berichte der Augenzeugen klangen besorgniserregend. Eine Person sei mit Waffengewalt in ein Auto gezerrt worden. Sofort löste die Stadtpolizei Zürich eine Grossfahndung aus. Glücklicherweise konnten die Anrufer das Fahrzeug beschreiben und das Kontrollschild nennen.

Wenig später stoppten Fahnder das gesuchte Auto, wobei es zu einer leichten Kollision kam. Die beiden Insassen, ein 20-jähriger Schweizer und ein 22-jähriger Spanier, wurden festgenommen. Bei der Befragung gaben sie Entwarnung: Sie hätten eine Entführungsszene nachspielen wollen. Dazu hatten sie eine täuschend echte Softair-Gun benutzt, die die Polizisten im Auto entdeckten.

Eine zweite Waffenattrappe entdeckte die Polizei in einem Blumentopf an der Beethovenstrasse. Das Tragen solcher Waffen ist verboten. Die beiden Krimifans, die nach ihrer Befragung wieder entlassen wurden, werden nun wegen verbotenem Waffentragen angezeigt. Die jungen Männer seien sich der Gefährlichkeit ihres Tuns offenbar nicht bewusst gewesen, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung.

Haben Sie die Szene beobachtet oder Informationen und Hinweise zur gespielten Entführung? Schreiben Sie uns ein Mail an: feedback@20minuten.ch (dwi/sda)

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