Aktualisiert 02.04.2020 07:44

Folgen des Lockdowns

Entlassungen bei KMU nehmen zu

Wegen vieler Schliessungen nehmen die Entlassungen bei kleinen und mittleren Unternehmen zu. Über 6 Prozent der befragten KMU haben bereits Mitarbeitern gekündigt.

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Infolge des Lockdowns müssen kleinere und mittlere Unternehmen zunehmend Mitarbeiter entlassen.

Infolge des Lockdowns müssen kleinere und mittlere Unternehmen zunehmend Mitarbeiter entlassen.

Keystone/urs Flueeler
Über 6 Prozent der befragten KMU haben bereits Mitarbeitern gekündigt, wie aus einer Umfrage des KMU-Beschaffungsportals Gryps hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Über 6 Prozent der befragten KMU haben bereits Mitarbeitern gekündigt, wie aus einer Umfrage des KMU-Beschaffungsportals Gryps hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Keystone/Georgios Kefalas
Gut 43 Prozent hätten bereits Kurzarbeit eingeführt, hiess es weiter. Über 8 Prozent planten diese in nächster Zeit.

Gut 43 Prozent hätten bereits Kurzarbeit eingeführt, hiess es weiter. Über 8 Prozent planten diese in nächster Zeit.

Keystone/urs Flueeler

Wegen des Lockdowns infolge der Coronavirus-Pandemie steigen die Entlassungen bei kleinen und mittleren Unternehmen. Über 6 Prozent der befragten KMU haben bereits Mitarbeitern gekündigt, wie aus einer Umfrage des KMU-Beschaffungsportals Gryps hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Zudem würden mehr als 8 Prozent der Firmen Entlassungen in der nächsten Zeit planen. Gut 43 Prozent hätten bereits Kurzarbeit eingeführt, hiess es weiter. Über 8 Prozent planten diese in nächster Zeit. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hätten einen Einstellungsstopp erlassen.

Auf der Einnahmeseite ist die Lage dramatisch: «30 Prozent der KMU haben im Corona-Monat März mehr als 75 Prozent Umsatzeinbussen erlitten», stellte das Portal fest.

Ein Drittel findet Hilfe des Bundes zu klein

Gleichzeitig laufen die Kosten weiter. Nur gerade 10 Prozent der KMU hätten eine Stundung oder Reduktion der Miete der geschäftlichen Räumlichkeiten vereinbart, hiess es. Gut 18 Prozent wollten jedoch mit ihrem Vermieter noch verhandeln.

Gut ein Drittel der KMU empfinden die Hilfe des Bundes als zu gering. «Gerade Selbstständige sind unzufrieden mit der beschränkten Unterstützung und fühlen sich in ihrer Existenz bedroht», erklärte Gryps-Co-Chefin Gaby Stäheli: «Auch zinsfreie Kredite lösen für viele das Problem nicht, da diese wieder zurückbezahlt werden müssen».

An der Online-Umfrage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf kleinere und mittlere Unternehmen in der Schweiz haben zwischen dem 30. März und dem 2. April 270 KMU teilgenommen.

(sda)

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