Das Warten geht weiter: Entscheid im «Fall Sion» vertagt
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Das Warten geht weiterEntscheid im «Fall Sion» vertagt

Am Donnerstagnachmittag beschäftigte sich das internationalen Sportgericht mit dem «Fall Sion». Ein Entscheid fällt aber frühestens am Freitag.

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fbu/ete/tat

Seit 14 Uhr am Donnnerstagnachmittag beschäftigte sich das internationale Sportgericht CAS mit dem «Fall Sion». Im Zentrum: Die Frage, ob der FC Sion in die laufende Europa League-Kampagne reintegriert wird oder nicht. Mit Spannung wird der Entscheid erwartet. Doch das Urteil wird frühestens am Freitag fallen.

Gar nicht erst vor Gericht erschienen ist Sion-Präsident Christian Constantin. Die Sittener wurden vor der höchsten Entscheidungsinstanz für Sportbelange von Generaldirektor Domenicangelo Massimo und den Anwälten Alexandre Zen-Ruffinen und Dominique Dreyer vertreten.

Sollte das Urteil aus Sicht der Sittener positiv sein, gäbe es verschiedene Varianten, wie der Klub von Christian Constantin wieder in den bereits laufenden Wettbewerb eingegliedert werden könnte.

Drei ernsthafte Szenarien und ein Constantin-Vorschlag

Die Uefa hat drei mögliche Szenarien vorgestellt. Die erste Möglichkeit wäre eine Fünfergruppe mit vier Spielen pro Klub, jeweils zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele. Eine wesentlich zeitintensivere Variante wäre ebenfalls eine Fünfergruppe mit Hin- und Rückspielen. Das ergäben acht Partien pro Klub. Zuletzt wäre es auch möglich, dass der FC Sion eine Barrage um den direkten Einzug in die Sechzehntelfinals gegen einen Dritten aus der Champions League spielen könnte.

Es hätte überrascht, wenn Christian Constantin nicht seine eigene Vorstellungen hätte, wie die allfällige Reintegration am besten verlaufen soll. Anfangs November sprach der Präsident des FC Sion bei der Uefa vor und forderte, dass ein Verein als Rehabilitation für das Erduldete direkt in die Sechzehntelfinals der Europa League integriert werde.

Alle Gegner von einem Anwalt vertreten

Grund des juristischen Wirrwarrs um den FC Sion war der Einsatz von Akteuren in den Europa-League-Playoffs gegen Celtic Glasgow, deren Spielberechtigung umstritten ist. Die allfälligen Gruppengegner Sions (Atlético Madrid, Rennes, Udinese und Celtic Glasgow) werden bei der Verhandlung alle vom Anwalt von Atlético vertreten.

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