Entscheid vertagt: Sex-Bande bleibt in U-Haft
Aktualisiert

Entscheid vertagt: Sex-Bande bleibt in U-Haft

Im Vergewaltigungsfall von Zürich-Seebach bleiben die acht Minderjährigen vorerst über das Wochenende weiter in Haft. Der Entscheid über die U-Haft-Verlängerung für acht mutmassliche Seebacher Vergewaltiger ist vertagt worden.

Ursprünglich sollte der Haftrichter am Freitag entscheiden, ob und wie lange die Untersuchungshaft von acht minderjährigen Tätern verlängert wird. Die Zürcher Jugendanwaltschaft stellt nun weitere Informationen für Montag in Aussicht.

Die Jugendanwaltschaft hofft, dass die Verlängerung zustande kommt. Sie drängt sich auf, weil weitere Untersuchungen anstehen und die Gefahr besteht, dass sich die Täter absprechen.

Damit blieben am Freitag gut zwei Wochen nach der Festnahme von insgesamt 13 Jugendlichen noch neun Personen in Haft. Ohnehin in Haft bleibt ein weiterer Täter. Er ist volljährig und kann deswegen für drei Monate in Haft behalten werden.

Am Donnerstag wurde ein Minderjähriger aus der U-Haft entlassen, weil kein dringender Tatverdacht mehr gegeben war. Wegen Kollusionsgefahr wurde er jedoch im Rahmen einer jugendstrafrechtlichen Massnahme ausserhalb von Zürich untergebracht.

Die Jugendlichen werden verdächtigt, eine 13-jährige Schülerin des Schulhauses Buhnrain in Zürich-Seebach während einer gewissen Zeit mehrfach vergewaltigt und die Taten teilweise mit Handy-Kameras gefilmt zu haben. Das Opfer wird nach wie vor auswärts betreut.

(SDA/AP)

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