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Wie gehts weiter?«Entsetzte» Queen zwang Andrew zum Rücktritt

Prinz Andrew hat im Zuge des Epstein-Skandals alle königlichen Ämter niedergelegt. Jetzt verraten royale Quellen pikante Details und News zu seinem Rücktritt.

von
kfi
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Erstes Bild nach seinem Rücktritt: Prinz Andrew winkt den Paparazzi, als er am Donnerstag in seinem Auto zum Buckingham-Palast fährt.

Erstes Bild nach seinem Rücktritt: Prinz Andrew winkt den Paparazzi, als er am Donnerstag in seinem Auto zum Buckingham-Palast fährt.

Steve Parsons
Er galt als ihr Lieblingssohn, das dürfte nun vorbei sein: «Die Königin ist persönlich sehr enttäuscht von Prinz Andrew», sagt eine Royal-Quelle.

Er galt als ihr Lieblingssohn, das dürfte nun vorbei sein: «Die Königin ist persönlich sehr enttäuscht von Prinz Andrew», sagt eine Royal-Quelle.

epa/Neil Hall
Nur Minuten nach der offiziellen Meldung von Prinz Andrew, dass er von sämtlichen königlichen Ämtern zurücktrete, zeigte sich die Queen bei einem Anlass in London – überaus gut gelaunt. Sie übergab dem Naturfilmer David Attenborough den Chatham House Prize.

Nur Minuten nach der offiziellen Meldung von Prinz Andrew, dass er von sämtlichen königlichen Ämtern zurücktrete, zeigte sich die Queen bei einem Anlass in London – überaus gut gelaunt. Sie übergab dem Naturfilmer David Attenborough den Chatham House Prize.

Eddie Mulholland

Sie ist Meisterin darin, die Fassung zu bewahren. Das bewies Queen Elizabeth (93) auch gestern eindrücklich: Betont gelassen, fast schon gut gelaunt zeigte sie sich bei einem Event in London – wenige Minuten nach der Rücktrittsmeldung ihres Sohnes Prinz Andrew (59).

Dabei dürfte es in ihr gebrodelt haben. Englische Palast-Insider verraten jetzt Details zur Amtsniederlegung von Andrew. Wir fassen die wichtigsten Informationen und News zusammen:

Die Queen zwang Andrew zum Rücktritt

Er habe «Ihre Majestät gebeten, auf absehbare Zeit von öffentlichen Aufgaben zurücktreten zu dürfen», erklärte Prinz Andrew am Mittwoch. Das ist die offizielle Version.

In Wahrheit soll die Queen ihrem Sohn den Rücktritt befohlen haben. «Die Königin hat den Prinzen zum Buckhingham Palace zitiert, um ihm ihre Entscheidung mitzuteilen», sagt ein Freund von Andrew gegenüber «The Sun». «Es war für beide ein niederschmetternder Moment. Sein Ruf ist in Trümmern.»

Die Monarchin ist entsetzt

Auch wenn sie sich nichts anmerken lässt: «Die Königin ist persönlich sehr enttäuscht von Prinz Andrew», sagt eine weitere Royal-Quelle zur Zeitung. Ihr ganzes Leben habe sie damit verbracht, die Monarchie zu schützen, und in nur einer Woche drohten die Aktionen ihres Sohnes, alles zu zerstören.

Dass ein hochrangiges Royal-Mitglied gezwungen werde, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen, sei «beispiellos», fügt Royal-Journalistin Penny Junor an. «Ich denke, die Königin ist entsetzt.»

Prinz Charles stellte sich gegen den Bruder

Thronfolger Prinz Charles (71), der sich zurzeit in Neuseeland aufhält, soll am Ende ausschlaggebend gewesen sein. «Charles war an der Entscheidung sehr beteiligt», so eine «hochkarätige Palast-Quelle» laut «The Sun». Am Telefon habe es eine Krisensitzung gegeben. «Er wusste, dass jetzt gehandelt werden muss.»

Andrew bleibt Mitglied der Royal-Familie

Nebst dem unmessbarem Imageverlust verliert Andrew vor allem eins: viel Geld. Bislang hat er jährlich steuerfrei 300'000 Franken von seiner Mutter bekommen. Damit ist Schluss. Laut «Daily Mail» erhält er aber weiter ein (nicht weiter definiertes) Einkommen aus dem Privatvermögen der Queen.

Er tritt von sämtlichen Verpflichtungen als Schirmherr von über 200 Organisationen zurück und wird künftig keiner wohltätigen Arbeit mehr nachgehen, erklärt ein königlicher Angestellter der «Sun».

«Aber die Queen hat ihm versichert, dass er Mitglied der Königsfamilie bleibt. Er wird immer noch bei der jährlichen Militärparade zu Ehren der Queen dabei sein und auf dem Balkon bei Grossveranstaltungen auftreten.»

Andrews Alibi lässt ihn hängen

In seinem TV-Interview am Wochenende stritt Andrew ab, die 17-jährige Virginia Roberts sexuell missbraucht zu haben. In besagter Nacht 2001 habe er zwar in Jeffrey Epsteins Haus in New York vorbeigeschaut, aber nicht dort übernachtet. Stattdessen sei er beim damaligen Generalkonsul Thomas Harris gewesen.

Dieses Alibi hält allerdings nicht. «Ich kann mich nicht erinnern, dass er hier geblieben ist», wird Harris in der «Daily Mail» zitiert. Übernachtungen von Mitgliedern der Königsfamilie würden im Court Circular, einem offiziellen Royal-Protokoll, registriert werden. Im Zeitraum vom 9. bis 11. April existiere kein entsprechender Eintrag.

Andrew muss aussagen

Für Andrew ist die Sache noch lange nicht vom Tisch. In seinem Statement kündigte er an, im Fall Epstein bei Bedarf mit der US-Strafbehörde kooperieren zu wollen. Laut «The Telegraph» rechne der Buckhingham-Palast damit, dass bald eine Vorladung zu einer Aussage unter Eid eintreffe.

Dieser TV-Auftritt wurde Prinz Andrew zum Verhängnis:

Prinz Andrew erinnert sich nicht an das Foto

Konfrontiert mit dem Foto, das Prinz Andrew mit der minderjährigen Virginia Giuffre zeigt, streitet er alles ab: «Ich habe daran absolut keine Erinnerung.»
(Video: BBC)

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