Entspannung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt
Aktualisiert

Entspannung auf dem Schweizer Arbeitsmarkt

Zwar war die Zahl der Beschäftigten im vierten Quartal 2003 nach wie vor rückläufig. Der Rückgang fiel jedoch deutlich geringer aus als ein Jahr zuvor.

Auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hellte sich die Lage 2003 leicht auf, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Ende 2003 waren in der Schweiz 4,179 Millionen Menschen erwerbstätig. Dies entspricht einem Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als erwerbstätig gelten Personen, die mindestens eine Stunde pro Woche einer Erwerbsarbeit nachgehen. Diese Zunahme ist ausschliesslich auf den 1,2-prozentigen Anstieg bei den erwerbstätigen Frauen zurückzuführen. Ende Jahr gingen insgesamt 1,876 Millionen Frauen einer Erwerbstätigkeit nach. Die Zahl erwerbstätiger Männer ging um 0,6 Prozent auf 2,302 Millionen zurück.

Der Beschäftigungsrückgang setzte sich zwar auch im vierten Quartal fort. Er fiel jedoch mit einem Minus von 0,2 Prozent deutlich kleiner aus als in den vorherigen Quartalen. Im 4. Quartal waren im sekundären und tertiären Sektor 3,682 Millionen Stellen besetzt. Eine Zunahme bei den Teilzeitstellen um knapp vier Prozent vermochte den fast zweiprozentigen Rückgang bei den Vollzeitstellen nicht zu kompensieren.

Im sekundären Sektor verbuchten nur wenige Branchen ein Beschäftigungswachstum. Darunter fiel auch das Baugewerbe, in dem 0,4 Prozent oder 1.100 Beschäftigte mehr gezählt wurden. Im verarbeitenden Gewerbe und in der Industrie gingen dagegen 18.800 Stellen oder 2,8 Prozent verloren. 6.900 Stellen verschwanden allein im Maschinenbau. Im Dienstleistungssektor wiesen knapp die Hälfte der Branchen positive Beschäftigungsentwicklungen aus. 13.400 Stellen wurden allein im Gesundheits- und Sozialwesen geschaffen. Weiterhin negative Zahlen weist das Gastgewerbe aus, das mit noch 215.000 Stellen den tiefsten Beschäftigungsgrad seit 1997 erreichte.

Die teilweise starken Beschäftigungsrückgänge schwächten sich im letzten Quartal 2004 in allen Grossregionen ab. Mit dem Mittelland und der Ostschweiz verzeichneten zwei Grossregionen sogar eine Beschäftigungszunahme. Mit 5.500 Beschäftigten büsste die Genferseeregion am meisten Stellen ein. In Zürich betrug der Rückgang 0,4 Prozent.

Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren des Beschäftigungsbarometers weisen in unterschiedliche Richtungen: 40,7 Prozent der befragten Betriebe beurteilen die Beschäftigungsaussichten für die nächsten drei Monate als gut. Vor allem die Betriebe des tertiären Sektors sind optimistisch. Der Index der offenen Stellen sank aber im Vorjahresvergleich um 27 Prozent. (dapd)

Deine Meinung