GP von Australien : Enttäuschender 11. Platz für Tom Lüthi
Aktualisiert

GP von Australien Enttäuschender 11. Platz für Tom Lüthi

Tom Lüthi verpasste als Elfter beim GP von Australien auf Phillip Island den angestrebten Moto2-Spitzenplatz deutlich. WM-Leader Marc Marquez beindruckte mit einer atemberaubenden Aufholjagd.

Keine Chance für Tom Lüthi beim GP von Japan

Keine Chance für Tom Lüthi beim GP von Japan

Tom Lüthi kämpfte in einer grösseren Verfolgergruppe um Platz 5, als es acht Runden vor Schluss zu einem harten Rencontre mit Pol Espargaro kam. Der Berner wurde vom Spanier am Ende der Start-Ziel-Geraden von der Ideallinie abgedrängt. Um einen Sturz zu vermeiden, blieb Lüthi nichts anderes übrig, als durchs Kiesbett zu fahren. Dadurch verlor er wertvolle Sekunden und mehrere Positionen. Während Espargaro letztlich Fünfter wurde, reichte es dem 125er-Weltmeister von 2005 nicht mehr in die Top 10.

Unmittelbar hinter Lüthi reihte sich Dominique Aegerter als Zwölfter ein. Der Berner konnte nach gutem Start, bei welchem er sich von Position 13 auf 9 verbessert hatte, das Tempo der Spitzenleute nicht ganz mitgehen. Der von Position 33 gestartete Randy Krummenacher verpasste als 21. die Punkteränge deutlich.

Eine beeindruckende Leistung zeigte Marc Marquez. Der WM-Leader aus Spanien, der wegen einer Strafe der Renndirektion von ganz zuhinterst auf Position 38 starten musste, pflügte sich innert kurzer Zeit fast durchs ganze Feld. Nach wenigen Runden tauchte Marquez schon in den Top 10 auf, zu Rennhälfte war er Vierter, am Ende klassierte er sich als Dritter.

Trotz dieser Aufholjagd musste Marquez die Führung in der WM-Wertung wieder an Stefan Bradl abgeben (251:254). Der Deutsche holte sich in Australien den 2. Platz hinter Sieger Alex De Angelis aus San Marino. Lüthi ist in der Gesamtwertung zwei Rennen vor Saisonende mit 126 Punkten Sechster.

Stoner Weltmeister

In der MotoGP-Klasse ist der Titelkampf bereits vor den letzten zwei Grands Prix in Sepang (Malaysia) und Valencia zugunsten von Casey Stoner entschieden. Titelverteidiger Jorge Lorenzo, der letzte verbliebene Konkurrent des Australiers, musste wegen eines Sturzes im Warm-up am Morgen und der dabei erlittenen Verletzung an der linken Hand auf den Rennstart auf Phillip Island verzichten.

Durch Lorenzos Forfait benötigte Stoner an seinem 26. Geburtstag nur noch eine Platzierung innerhalb der Top 6, um zum zweiten Mal nach 2007 Weltmeister in der Königsklasse zu werden. Mit dem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg löste Stoner diese Aufgabe so souverän wie nur möglich.

Der Sieg in der 125er-Klasse ging an den Deutschen Sandro Cortese. Der Tessiner Marco Colandrea erreichte bei seinem GP-Debüt den 24. Platz, der Neuenburger Giulian Pedone wurde 25. (si)

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