Enttäuschender Filmstart: Knock-out für «Breakout»?
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Enttäuschender Filmstart: Knock-out für «Breakout»?

Ein erfolgreicher Regisseur, bekannte Schauspieler, ein aktuelles Thema und Medienpräsenz: Obwohl alles auf einen Kassenschlager hinwies, lockte «Breakout» bis jetzt nur 25 000 Besucher ins Kino.

Der Hip-Hop-Film «Breakout» hätte an den Grosserfolg von «Achtung, fertig, Charlie!» anknüpfen sollen. Doch nach dem ersten Wochenende sind die Zahlen ernüchternd: Nur 25 000 Personen schauten sich «Breakout» an, 45 000 weniger als «Charlie». Was lief schief? «Man kann das nicht vergleichen», verteidigt Nora Brechbühl von Buena Vista den Film. «Breakout» sei mit 30 Kopien, «Charlie» dagegen mit 50 angelaufen. Das Argument überzeugt aber nicht: Rechnet man die Anzahl Zuschauer pro Kopie aus, verzeichnete «Charlie» fast doppelt so viele Eintritte.

Anders begründet «Weltwoche»-Filmkritiker Wolfram Knorr den Misserfolg: «‹Charlie› sprach typisch helvetische Themen an, ‹Breakout› dagegen ist ein Hollywood-Abklatsch», sagt er. Laut Florian Rieser von der Website Aightgenossen.ch ist der Film zu stark auf Hip-Hop reduziert. «Breakout» spreche nur eine kleine Gruppe an, «man hätte ihn stärker als Teeniefilm verkaufen sollen», glaubt er.

Reto Schärli, Mitproduzent von «Breakout», gibt zu: «Anders als ‹Charlie› konzentriert sich der Film auf aktuelle Jugendthemen.» Nur: Jene Teenies, die der Film anspricht, dürfen gar nicht rein – «Breakout» ist erst ab 16 Jahren. Nun ist die Produktionsfirma Zodiac Pictures unter Druck: Bleibt der Erfolg aus, kürzt ihnen das Bundesamt für Kultur die Subventionen für weitere Projekte.

Lena Berger

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